GRÜNE setzen sich für Erhalt der ehrenamtlichen Selbsthilfestrukturen für Homosexuelle ein
Die Landtagsgrünen kritisieren die Kürzungen der Förderung für Selbsthilfegruppen homosexueller Männer. Die Abgeordnete Georgia Langhans wies darauf hin, dass mit der angekündigten Streichung der Mitt...
Die Landtagsgrünen kritisieren die Kürzungen der Förderung für Selbsthilfegruppen homosexueller Männer. Die Abgeordnete Georgia Langhans wies darauf hin, dass mit der angekündigten Streichung der Mittel um 50% dringend benötigte und bewährte Beratungsstrukturen der Schwulen- und Lesbenarbeit lahm gelegt würden.
Bislang wurde das Geld für die Qualifizierung ehrenamtlich tätiger Beratungsdienste eingesetzt, die eine minimale Grundversorgung an professioneller Beratung in Niedersachsen sichergestellt haben. Die Grünen-Politikerin forderte die Rücknahme der Kürzungen.
Der eingesparte Betrag von 50.000 Euro sei haushaltspolitisch relativ gering, gemessen an der großen Wirkung, die mit der Beratungsarbeit erzielt wurde. Langhans: "Die Gesellschaft ist ist noch weit davon entfernt, Homosexualität als normal zu betrachten. Ehrenamtliche Selbsthilfestrukturen sind insbesondere für Jugendliche häufig die einzige Möglichkeit, in einer durch heterosexuelle Lebensformen geprägten Welt einen Weg zu sich selbst zu finden."
Es sei erschreckend wie wenig Gewicht die Regierungskoalition dem ehrenamtlichen Engagement von Schwulen und Lesben beimisst.