Niedersachsens Uni-Politik auf dem Holzweg:GRÜNE: Studienanfängerquote schlechter als schlecht
Die Landtagsgrünen sehen in der aktuellen Studie des Statistischen Bundesamtes zum Ländervergleich der Bildungsindikatoren den Beleg dafür, dass „Niedersachsen hochschulpolitisch auf dem Holzweg“ ist.
Die Landtagsgrünen sehen in der aktuellen Studie des Statistischen Bundesamtes zum Ländervergleich der Bildungsindikatoren den Beleg dafür, dass "Niedersachsen hochschulpolitisch auf dem Holzweg" ist. Dass hier nur 29 Prozent eines Bevölkerungsjahrganges ein Studium aufnehmen, sei ein "katastrophaler Wert", sagte die hochschulpolitische Sprecherin Gabriele Heinen-Kljajic am Donnerstag (heute) in Hannover. "Niedersachsen unterbietet die schlechten Zahlen Deutschlands und schneidet auch im Vergleich mit anderen Flächenländern miserabel ab. CDU und FDP machen das Ziel einer Studienanfängerquote von 40 Prozent unerreichbar", sagte die Grünen-Politikerin. Sie erinnerte daran, dass im OECD-Durchschnitt die Quote bei 56 Prozent liegt.
Heinen-Kljajic nennt als Ursachen für diese Entwicklung die Einführung von Studiengebühren und die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen. "Der Fachkräftemangel ist schon heute bedrohlich. Wenn Minister Stratmann nicht bald zur Vernunft und zu einem Kurswechsel kommt, sieht es für die Wissensgesellschaft zwischen Harz und Heide finster aus", sagte die Grünen-Politikerin.