Pressemeldung Nr. 220 vom

Grüne: Tourismuswirtschaft an der Thülsfelder Talsperre stützen

Das Desaster um die fehlgeschlagenen Sanierungsversuche an der Thülsfelder Talsperre führt nach Ansicht der Grünen im Landtag zu gravierenden ökologischen und wirtschaftlichen Schäden besonders für die Tourismusbetriebe im Umfeld der Talsperre.

Das Desaster um die fehlgeschlagenen Sanierungsversuche an der Thülsfelder Talsperre führt nach Ansicht der Grünen im Landtag zu gravierenden ökologischen und wirtschaftlichen Schäden besonders für die Tourismusbetriebe im Umfeld der Talsperre. Nachdem nun zum dritten Mal seit Abschluss der Sanierung 2006 Baumängel festgestellt worden seien, könne in diesem Sommer die Talsperre nicht zum Baden genutzt werden, weil sie nicht voll aufgestaut werden könne. Im großen Umkreis sei wegen der ungewöhnlichen Trockenheit auch mit dem Verlust oder zumindest der Schädigung von wichtigen Biotopen zu rechnen, so der tourismuspolitische Sprecher der Fraktion, Enno Hagenah.

Er forderte von der Landesregierung unbürokratisch und kurzfristig zusätzliche Fördermittel für die regionalen Tourismusbetriebe zur Verfügung zu stellen. Hagenah: "Das Land als Bauherr der Talsperre steht in der Verantwortung und muss in Ersatzvornahme für die Einnahmeverluste durch die erneut fehlgeschlagenen Sanierungsversuche an dem Bauwerk aufkommen."

Es werde noch gerichtlich überprüft, ob die beauftragten Planer oder die Baufirmen für die Mängel bei der Bauausführung bei den Arbeiten an der Talsperre und die dadurch entstandenen Kosten für Nachbesserungen vom Land in Regress genommen werden können. Das sei zwar ein  notwendiger Schritt. Tatsache sei aber auch, dass der Pfusch am Bau über Jahre unter den Augen des Bauherren, des zuständigen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz, geschehen sei. Das Land könne deshalb den wirtschaftlichen Schaden, der den Tourismusbetrieben entstehe, nicht allein auf die beauftragten Firmen abwälzen. Es dürfe nicht hingenommen werden, dass die Wirtschaftsbetriebe eines für das Oldenburger Land wichtigen touristischen Anziehungspunktes durch das Versagen der im Auftrag des Landes tätigen Bauaufsicht in existentielle Nöte geraten. Hagenah: "Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ist die Tourismuswirtschaft ein wichtiges Standbein für die Binnenkonjunktur. Wenn aufgrund einer vom Land zu verantwortenden Maßnahme Betriebe in Gefahr geraten, muss ihnen auch vom Land geholfen werden."

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