Pressemeldung Nr. 312 vom

Mit Zylindern und selbstgebastelter Trauerschleife vor dem Umweltministerium:GRÜNE tragen Endlagerprojekt Gorleben zu Grabe

Mit einem spöttischen Trauerzug haben die 12 Abgeordneten der Landtagsgrünen symbolisch das Projekt des Atommüllendlagers in Gorleben beerdigt. Vor dem Umweltministerium platzierten sie auf einer schwarz-gelben Tonne die selbstgebastelte Kranzschleife mit dem Aufdruck „Hier ruht die Atomlüge“.

Mit einem spöttischen Trauerzug haben die 12 Abgeordneten der Landtagsgrünen heute (Freitag) zum Abschluss der Plenarsitzung symbolisch das Projekt des Atommüllendlagers in Gorleben beerdigt. Angeführt von ihrem Fraktionsvorsitzenden Stefan Wenzel platzierten die OppositionspolitikerInnen vor dem Umweltministerium auf einer schwarz-gelben Tonne die selbstgebastelte Kranzschleife mit dem Aufdruck "Hier ruht die Atomlüge". "Bye, bye Endlager - Gorleben muss leben", sagte Wenzel in einer kurzen Ansprache. Der Grünen-Politiker erneuerte seinen Vorwurf, dass der Endlagerbeschluss der seinerzeitigen CDU-Regierung von  Ernst Albrecht "gegen den Rat von Fachleuten und gegen jede politische Vernunft" gefasst worden sei. "Heute wissen wir, dass die Gorleben-Entscheidung von der Atomindustrie und ihrer Lobby in Wissenschaft und Politik durchgedrückt wurde und dabei auch Manipulation und politische Einflussnahme von Bundesregierungen eine Rolle spielten", sagte Wenzel. Auf den 30-jährigen Widerstand gegen das Atomklo Niedersachsen könnte nun ein wendländischer Frieden folgen, wenn Ministerpräsident Christian Wulff den "Mumm" hätte, für seine Regierung das Endlagerprojekt als gescheitert zu erklären. "Aus dem jahrzehntelangen Betrug gibt es nur den Ausweg über einen Neubeginn der bundesweiten Endlagersuche."

Stellvertretend für die mit Zylindern erschienene Trauergemeinde gab Wenzel sich jedoch "wenig optimistisch, dass CDU und FDP freiwillig ihren atompolitischen Irrweg beenden" würden. "Wenn Schwarz-Gelb im Bund verhindert wird, steigen die Chancen, dass aus unserer heutigen Symbolik sehr viel schneller Realität wird. Das Totenglöcklein für das Endlager in Gorleben läutet Tag für Tag lauter!", sagte der Grünen-Politiker.

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