Pressemeldung Nr. 324 vom

Wenzel: Sander will dort weiter machen, wo Kohl aufgehört hat:Grüne: Umweltminister Sander agiert völlig ignorant

„Wenn Minister Sander in Gorleben weiter erkunden will, knüpft er unmittelbar an die manipulierten Gutachten der Kohlregierung von 1983 an“, erklärte der Fraktionsvorsit-zende von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel.

"Wenn Minister Sander in Gorleben weiter erkunden will, knüpft er unmittelbar an die manipulierten Gutachten der Kohlregierung von 1983 an", erklärte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel. "Sander weiß noch nicht einmal, an welchem Maßstab er die Sicherheit eines Endlagers überhaupt messen will", sagte Wenzel. Der Minister agiere wie eine Schallplatte, die einen Sprung habe.

Die Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig (PTB) hätten sich offenbar wider besseres Wissen instrumentalisieren lassen. Anderslautende Aussagen des ehemaligen Präsidenten der PTB im Untersuchungsausschuss des Landtages bezeichnete Wenzel als unglaubwürdig. Die Beweislast der Dokumente sei erdrückend. Bezeichnend sei auch der Auftritt des Vertreters vom Helmholtz-Zentrum in München, der im Untersuchungsausschuss den ehemaligen Asse-Betreiber vertritt. Wenn das Helmholtz-Zentrum behaupte, dass man rechtlich einwandfrei gehandelt habe, könne man nur noch den Kopf schütteln, so Wenzel.

"Nach dem Desaster im Versuchsendlager für Gorleben in der Asse bei Wolfenbüttel kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte Wenzel. Bislang habe die Menschheit keinen sicheren Ort und keinen sicheren Weg zur dauerhaften Lagerung von Atommüll gefunden. Deshalb sei es auch völlig unverantwortlich, wenn CDU und FDP durch Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken noch mehr Müll produzieren wollen.

 

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