AKW Grohnde:Grüne: Ungeheuerlichen Verdachtsmomenten muss nachgegangen werden
Anja Piel, Fraktionsvorsitzende und Abgeordnete aus Hameln
"Umweltminister Wenzel tut das einzig Richtige, indem er die ungeheuerlichen Verdachtsmomente von der Staatsanwaltschaft prüfen lässt. Die Sicherheit der Bevölkerung hat für Rot-Grün absolute Priorität vor den wirtschaftlichen Interessen des Betreibers."
Darum geht’s
Das Niedersächsische Umweltministerium hat E.ON, dem Betreiber des Atomkraftwerks Grohnde, untersagt, das AKW wie beantragt heute (20. Juni 2014) in Betrieb zu nehmen. Hintergrund sind Hinweise auf mangelhaft durchgeführte Reparaturarbeiten an einer Sitzpanzerung einer Armatur. Umweltminister Wenzel schaltete die Staatsanwaltschaft ein.
Das sagen die GRÜNEN
Anja Piel, Fraktionsvorsitzende und Abgeordnete aus Hameln
"Umweltminister Wenzel tut das einzig Richtige, indem er die ungeheuerlichen Verdachtsmomente von der Staatsanwaltschaft prüfen lässt. Die Sicherheit der Bevölkerung hat für Rot-Grün absolute Priorität vor den wirtschaftlichen Interessen des Betreibers."
Miriam Staudte, atompolitische Sprecherin
"Die Atomaufsicht muss strenger prüfen denn je. Atomkraft ist auch und gerade im letzten Abschnitt der Laufzeiten eine Risikotechnologie, bei der technische Mängel schnell zu katastrophalen Folgen führen können. Aus Sicht der Betreiber sind dringend notwendige Investitionen in die alternden Meiler unwirtschaftlich, Zwischenfälle werden dadurch zwangsläufig wahrscheinlicher.“
Zum Hintergrund
Das AKW Grohnde führt mit über 230 meldepflichtigen Ereignissen die Liste der Pannenreaktoren an. Bei einer routinemässigen Revision wurde zunächst festgestellt, dass der Generator ersetzt werden muss, dann stellte man kaputte Drosselkörper fest. Anlass für das Einschalten der Staatsanwaltschaft sind Hinweise auf eine fehlerhafte Reparatur einer Sitzpanzerung.