GRÜNE: Unterrichtsversorgung bleibt zum Schuljahresbeginn auf historischem Tiefstand
Was Sigmar Hänschen nicht lernen lässt,lernt Hans nimmermehr.Auf den gleich gebliebenen historischen Tiefstand in der Unterrichtsversorgung haben die Landtagsgrünen zum Schuljahresbeginn in Nieder...
Auf den gleich gebliebenen historischen Tiefstand in der Unterrichtsversorgung haben die Landtagsgrünen zum Schuljahresbeginn in Niedersachsen hingewiesen. Die großspurig verkündete Bildungsoffensive der Landesregierung sei ausgeblieben, sagte die schulpolitische Sprecherin Brigitte Litfin am Mittwoch (heute) in Hannover. Mit der diesjährigen Neueinstellung von Lehrern könne allenfalls der weitere Anstieg der Schülerzahlen ausgeglichen werden.
Eine Verbesserung der Situation forderte die Grünen-Politikerin insbesondere für die Grundschule. "Sie legt das Fundament für den gesamten weiteren Bildungsweg. Was Sigmar Hänschen nicht lernen lässt, lernt Hans nimmermehr", sagte Litfin.
Die Billiglösung "Verlässliche Grundschule" verschleiere den eklatanten Unterrichtsausfall im Land. Die Grüne: "Es ist an der Tagesordnung, dass Klassen schlicht zusammengelegt werden, wenn Lehrkräfte erkranken. Dann können zwar die Kinder in der Schule bleiben, aber Unterricht findet nicht statt!"
Litfin kritisierte das Festhalten der Kultusministerin an 630-Mark-Verträgen für die Vertretungs- und Betreuungskräfte. Schon heute sei es in vielen Regionen kaum noch möglich, eine ausreichende Zahl von Vertretungskräften zu finden. Die Fluktuation während des Schuljahres sei hoch. Bei zunehmendem Lehrermangel werde sich die Situation noch verschlechtern.
Litfin forderte die Landesregierung auf, das Modell der verlässlichen Grundschule nachzubessern und attraktive Anstellungsbedingungen für die Betreuungs- und Vertretungskräfte zu schaffen.
rt