Pressemeldung Nr. 63 vom

GRÜNE unterstützen Demonstration im Landtag gegen Bramscher Flüchtlingseinrichtung

Die Teilnehmer einer Demonstration für die Verbesserung der Lebenssituation in der Bramscher Außenstelle der zentralen Aufnahme- und Ausländerbehörde (ZAAB) Oldenburg haben bei einem Zwischenstopp im Landtag einen offenen Brief an VertreterInnen der Fraktionen übergeben.

Die Teilnehmer einer Demonstration für die Verbesserung der Lebenssituation in der Bramscher Außenstelle der zentralen Aufnahme- und Ausländerbehörde (ZAAB) Oldenburg haben heute (Donnerstag) bei einem Zwischenstopp im Landtag einen offenen Brief an VertreterInnen der Fraktionen übergeben. Für die Landtagsgrünen nahm die migrationspolitische Sprecherin Georgia Langhans die Forderungen der BewohnerInnen und Flüchtlingsverbände entgegen. "Die Grünen unterstützen die Aktion, weil auch wir generell die dauerhafte Unterbringung von Asylbewerbern in den zentralen Sammellagern kritisieren. Insbesondere erweist sich die Wohnsituation von Familien, die oft mit mehr als vier Personen in einem Zimmer leben müssen, als unzumutbar. Auch die Unterrichtsversorgung der Kinder ist keineswegs optimal", so Langhans. Die Grünen haben im Januar eine Anfrage an die Landesregierung gerichtet, die diese und weitere Punkte klären soll, darauf aber noch keine Antwort erhalten.

Langhans weiter: "Seit Jahren gehen die Asylbewerberzahlen zurück. Es gibt kein Argument diese Art der Unterbringung von Flüchtlingen weiter aufrecht zu erhalten. Niedersachsen sollte seine Vorreiterrolle in dieser inhumanen Praxis aufgeben. Die Menschen sollten nach wenigen Tagen aus der Einrichtung raus und dezentral in den Städten und Gemeinden untergebracht werden wie es auch der Gesetzgeber vorsieht." Häufig dauerten Asylverfahren  mehrere Jahre bis eine endgültige Entscheidung gefällt werde. Die Unterbringung während des gesamten Verfahrens in Sammellagern, wo die Menschen auf engstem Raum zusammen leben, führe zu entsprechenden psychischen und physischen Belastungen, so Langhans. "Dezentrale Unterbringung wirkt der Stigmatisierung und Isolation entgegen und erleichtert die Integration. Auch aus ökonomischer Sicht bringt die dezentrale Unterbringung Vorteile, da die Bramscher Einrichtung unwirtschaftlich arbeitet", so Langhans abschließend.

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