Pressemeldung Nr. 263 vom

GRÜNE: Verbleib genverunreinigten Saatguts in Niedersachsen nicht aufgeklärt Aussaat gentechnisch veränderter Pflanzensorten stoppen

Die Landtagsgrünen haben den sofortigen Stopp der Aussaat gentechnisch veränderter Pflanzensorten gefordert. In der Antwort auf eine Dringliche Anfrage der Fraktion hatte Landwirtschaftsminister Barte...

Die Landtagsgrünen haben den sofortigen Stopp der Aussaat gentechnisch veränderter Pflanzensorten gefordert. In der Antwort auf eine Dringliche Anfrage der Fraktion hatte Landwirtschaftsminister Bartels in dieser Woche im Landtag eingestehen müssen, dass es keinen Schutz des biologischen Anbaus vor Auskreuzungen gentechnisch veränderter Pflanzen gibt. „Gewusst haben wir das schon immer, aber so offen zugegeben wurde es noch nie“, kommentierte der landwirtschaftspolitische Sprecher der Grünen Hans-Jürgen Klein am Freitag (heute) in Hannover.
Klein befürchtet irreparable Schäden für die Landwirtschaft. Insbesondere dem Bio-Zweig der Agrarproduktion mit seinem gesetzlich festgelegten Profil der Gentechnikfreiheit drohe die Grundlage entzogen zu werden. „Wenn sich bewusste Kunden, die im Naturkostladen oder im Supermarkt gentechnikfrei einkaufen wollen, nicht darauf verlassen können, dann geht es mit der Branche bergab.“
Im Übrigen sei die Antwort des Landwirtschaftsministers auf die Frage nach dem Verbleib der 6,75 kg aus Kanada nach Niedersachsen gelangten gentechnisch verunreinigten Saatguts dürftig gewesen. Dem Ministerium ist nicht bekannt, wo die Samen gelandet sind.
Klein warf dem Landwirtschaftsministerium vor, das Problem nicht ernsthaft zu bearbeiten. „Wenn man sich um nichts kümmert, weiß man auch von nichts!“
mb

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