Grüne verlangen Abbruch der Rabenvogeltötung
Die Grünen im Landtag fordern, die umstrittene Tötung der Rabenkrähen im Landkreis Leer einzustellen. "Die Etikettierung als Forschungsprojekt dient nur als Vorwand, um die massenhafte Tötung von Rabe...
Die Grünen im Landtag fordern, die umstrittene Tötung der Rabenkrähen im Landkreis Leer einzustellen. "Die Etikettierung als Forschungsprojekt dient nur als Vorwand, um die massenhafte Tötung von Rabenkrähen zu legalisieren", erklärte die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner.
Angeblich solle erforscht werden, ob die Rabenkrähen für die Dezimierung von Wiesenvögeln und Feldbrütern verantwortlich seien. Länger dauernde Beobachtungen in Nordrhein-Westfalen hätten bereits ergeben, dass die größten Verluste bei solchen Vögeln nachts erfolgten, wenn Fuchs und Marder unterwegs seien, nicht aber Rabenvögel. Um das herauszufinden, sei kein pseudowissenschaftliches Tötungsprojekt erforderlich. Es reiche aus, bereits vorhandenes Untersuchungsmaterial aus Nordrhein-Westfalen und aus Niedersachsen auszuwerten.
Auch die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Steiner und Janssen-Kucz habe ergeben, dass die wissenschaftliche Legitimation für die Tötung der Rabenkrähen auf wackligen Füssen stehe. "Mit der Sorge um Wiesenvögel und Feldbrüter ist dieses Tötungsprojekt jedenfalls nicht zu begründen", konstatierte Steiner. Sie forderte das Landwirtschaftsministerium auf, diese Studie nicht weiter zu finanzieren und auf den Abbau der Fallen hinzuwirken.