Pressemeldung Nr. 1871 vom

GRÜNE: Verstärkte Anstrengungen beim vorsorgenden Hochwasserschutz: Landtagsantrag für Rücknahme von Flussbegradigungen, Entsiegelung von Flächen und Ausweisung von mehr natürlichen Überschwemmungsgeb

Die Landtagsgrünen fordern von der Landesregierung verstärkte Anstrengungen für den vorsorgenden Hochwasserschutz. "Mit dieser Flut wird Niedersachsen von den Versäumnissen und Fehlern beim Hochwasser...


Die Landtagsgrünen fordern von der Landesregierung verstärkte Anstrengungen für den vorsorgenden Hochwasserschutz. "Mit dieser Flut wird Niedersachsen von den Versäumnissen und Fehlern beim Hochwasserschutz eingeholt", sagte die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner am Mittwoch in Hannover zur Vorstellung eines Entschließungsantrages für die Landtagssitzung der nächsten Woche.
Deiche allein seien als Schutz nicht ausreichend, vielmehr müsse den Flüssen mehr Raum zurückgegeben werden, sagte die Grünen-Politikerin. Sie forderte
- die Ausweisung zusätzlicher natürlicher Überschwemmungsgebiete, die konsequent von Bebauung freizuhalten sind, um mehr Flächen für die Speicherung und den Rückhalt der Wassermassen zu schaffen,
- den Stopp weiterer Flussbegradigungen, vollzogene Eingriffe müssten rückgängig gemacht werden und die Deiche zurückverlegt werden,
- landesweite Maßnahmen zur Bodenentsiegelung, um die Wasseraufnahmekapazität des Bodens zu erhöhen und Hochwassergefährdungen zu mindern.
Steiner: "Die Funktion des Bodens als Regenwasserspeicher muss gestärkt werden. Täglich werden in Niedersachsen über 16 Hektar Boden, das entspricht der Fläche von etwa 26 Fußballfeldern, für Siedlungs- und Verkehrsflächen verbraucht und versiegelt. Diese Politik muss gestoppt werden." Das Ziel müsse es sein, bis zum Jahr 2010 den Bodenverbrauch zu halbieren.
"Mit den Methoden der Wasserwirtschaft des letzten Jahrhunderts lassen sich die Folgen der Klimaveränderungen nicht mehr bewältigen. Jetzt ist dringend die Entwicklung und Umsetzung vorsorgender Strategien gefragt", sagte Steiner.
Die Grünen haben den Fraktionen des Landtages vorgeschlagen, sich für die Plenarsitzung auf eine gemeinsame Aktuelle Stunde zum Thema Hochwasser zu verständingen.

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