Land soll KMK-Zustimmung verweigern:GRÜNE warnen vor Statistikbetrug mit neuen Förderschul-Abschlüssen
Auf scharfe Kritik der Landtagsgrünen ist die von der Kultusministerkonferenz (KMK) geplante Einführung von neuen Schulabschlüssen für Förderschülerinnen und Förderschüler gestoßen.
Auf scharfe Kritik der Landtagsgrünen ist die von der Kultusministerkonferenz (KMK) geplante Einführung von neuen Schulabschlüssen für Förderschülerinnen und Förderschüler gestoßen. Die schulpolitische Sprecherin Ina Korter hat die Landesregierung aufgefordert, auf der morgen (Donnerstag) beginnenden KMK-Sitzung diesem neuen Abschluss nicht zuzustimmen.
"Für die Förderschülerinnen und Förderschüler einen speziellen Abschluss noch unterhalb des Hauptschulabschlusses zu definieren, dient nur der Bereinigung der Statistik der Kultusminister der Länder" sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch (heute) in Hannover. Mit diesem Taschenspielertrick würden die Länder versuchen, ihre Schulabbrecherquote zu halbieren.
Ein solcher Abschluss nütze den Schülerinnen und Schülern nicht, Jugendliche bekämen damit keinen Ausbildungsplatz und blieben stigmatisiert.
"Statt die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen konsequent umzusetzen und endlich die Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf in inklusiven Schulen gemeinsam zu unterrichten, soll die Aussonderung weiter betreiben und nur besser kaschiert werden." sagte Korter