GRÜNE weisen Eberls Kritik am Bund zurück - Staatssekretär will von schlampiger FFH-Meldung Niedersachsens ablenken
Einen "unqualifizierten Entlastungsangriff" sehen die Landtagsgrünen in der Kritik des Staatssekretärs im Niedersächsischen Umweltministerium Eberl an Bundesumweltminister Trittin. "Herr Eberl versuc...
Einen "unqualifizierten Entlastungsangriff" sehen die Landtagsgrünen in der Kritik des Staatssekretärs im Niedersächsischen Umweltministerium Eberl an Bundesumweltminister Trittin. "Herr Eberl versucht die Defizite der niedersächsischen FFH-Meldung zu verschleiern", sagte die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner am Donnerstag in Hannover.
Alle anderen Bundesländer hätten letzte Woche konkrete Vorstellungen vorgelegt, allein Niedersachsen habe lediglich ein "Suchkonzept" mit "Kernflächen" angeboten. Dass sich dieses "schlampige Vorgehen" negativ von den übrigen Bundesländern abhebe, habe das Umweltministerium gestern in Brüssel noch einmal von der EU-Kommission bestätig bekommen.
Dass Herr Eberl jetzt die Qualität der unabhängigen wissenschaftlichen Experten anzweifelt, sei ein Ausdruck der eigenen Hilflosigkeit angesichts der massiven Kritik seitens der EU-Kommission. Eberls Kritik in der Presse und im Umweltausschuss beweise lediglich, dass er die seit 1992 geltende Richtlinie nicht verstanden habe. "Es geht nicht darum, Natura 2000-Gebiete einem Käseglocken-Naturschutz zu unterstellen, sondern die Arten und Lebensräume, die in Niedersachsen vorrangig vertreten sind, wirksam zu schützen", sagte Steiner. Wer Fachleute aus dem Bundesamt für Naturschutz als "Stubenhocker" bezeichne, sollte sich doch erst einmal selbst vor Ort blicken lassen und sich kundig machen.