Pressemeldung Nr. 310 vom

Sparen an der Bildung gefährdet wirtschaftliche Entwicklung:GRÜNE weisen Forderung des Landesrechnungshofes nach Kürzung bei Lehrerstellen zurück

„Die zurückgehenden Schülerzahlen müssen jetzt dringend genutzt werden, um Arbeitsbedingungen in den Schulen zu schaffen, die eine individuelle Förderung der Kinder ermöglichen“, so Ina Korter.

Die Landtagsgrünen haben die Forderung des Landesrechnungshof-Präsidenten nach Kürzungen auch bei Lehrerstellen zurückgewiesen. Es sei notwendig, den Konsens beizubehalten, dass trotz rückläufiger Schülerzahlen die Finanzmittel für den Bildungsbereich vollständig erhalten bleiben müssen, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Donnerstag (heute) in Hannover. "Wer bei der Bildung kürzt, kürzt am falschen Ende und setzt die wirtschaftliche Entwicklung aufs Spiel".

Auch der jüngst veröffentlichte OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2008" habe darauf hingewiesen, dass der Bildungssektor in Deutschland im internationalen Durchschnitt deutlich unterfinanziert ist. Die internationalen Wirtschaftsexperten sähen in der mangelhaften Ausstattung des deutschen Bildungssystems inzwischen ein deutliches Wachstumshindernis.

In den vergangenen Jahrzehnten seien trotz steigender Schülerzahlen nicht entsprechend zusätzliche Mittel für die Schulen bereitgestellt, sondern stattdessen die Klassenfrequenzen deutlich heraufgesetzt worden.
Korter: "Die zurückgehenden Schülerzahlen müssen jetzt dringend genutzt werden, um Arbeitsbedingungen in den Schulen zu schaffen, die eine individuelle Förderung der Kinder ermöglichen." Wer hier spare, der schaffe nur Mehrkosten in den Übergangssystemen der beruflichen Bildung.

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