Schließung von Postfilialen nicht auf Kosten des Services:GRÜNE werfen Post-Verantwortlichen fehlendes Problembewusststein und mangelnde Flexibilität vor
"Fehlendes Problembewusstsein und mangelnde Flexibilität" werfen die Landtagsgrünen der Post vor, die in Niedersachsen über 100 Poststellen schließen will. Nach den heute (Freitag) im Wirtschaftsaussc...
"Fehlendes Problembewusstsein und mangelnde Flexibilität" werfen die Landtagsgrünen der Post vor, die in Niedersachsen über 100 Poststellen schließen will. Nach den heute (Freitag) im Wirtschaftsausschuss des Landtages vorgetragenen Erklärungen des Beauftragten der Post werde deutlich, dass die Post formalistisch und ohne Bezug zur Realität agiere, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Enno Hagenah.
"Entscheidend für den Erhalt muss die tatsächliche Nachfrage und Wirtschaftlichkeit eines Standortes sein. Es ist in keinster Weise nachvollziebar, dass in Orten, wie beispielsweise Neustadt am Rübenberge, auf einer Fläche von 250 km2 für 28.000 Menschen in Kürze die letzte Partnerfiliale der Post geschlossen werden soll."
Der Grünen-Politiker erneuerte seine Kritik an dem von der Post alternativ angebotenen Mobilen Postservice, der besonders für Berufstätige keinen ausreichenden Ersatz biete. Für ältere Menschen wäre der Wegfall der Postbankfunktionen besonders schmerzlich.
"Auch bei der Suche nach Agentur-Partnern erwarte ich von den Verantwortlichen der Post mehr Engagement und mehr Flexibilität bezüglich der Geschäftsbedingungen für diese Agenturen, damit mehr Standorte gehalten werden können", sagte Hagenah. Eine dezentrale Versorgungsstruktur müsse auch für Städte wie Neustadt oder in kleinen Tourismusorten, in denen es aber eine hohe saisonale Nachfrage nach Postdienstleistungen gäbe, aufrecht erhalten werden.
"Dass die Post ihr umfangreiches Filial- und Agenturnetz aus wirtschaftlichen Gründen reduzieren will, ist verständlich. Es darf aber auf keinen Fall dazu führen, dass ganze Regionen zur Service-Wüste werden".