Pressemeldung Nr. 124 vom

Landesregierung muss neue Situation bei VW und Conti nutzen:GRÜNE: Wiedeking und Schaeffler bei Ausplünderungsversuchen ausbremsen

Die neue Verteilung der Gewichte zugunsten der beiden niedersächsischen Industriekonzerne VW und Conti gegenüber den nach Beherrschung strebenden Familienunternehmen Schaeffler und Porsche sehen die Grünen im Landtag als Chance für eine erfolgreiche Intervention durch die Landespolitik.

Die neue Verteilung der Gewichte zugunsten der beiden niedersächsischen Industriekonzerne VW und Conti gegenüber den nach Beherrschung strebenden Familienunternehmen Schaeffler und Porsche sehen die Grünen im Landtag als Chance für eine erfolgreiche Intervention durch die Landespolitik. Die Finanzkrise habe die durch "Profitgier getriebenen Übernahmegeschäfte" jetzt zur gefährlichen Schuldenlast für die Angreifer verwandelt und mache sie kompromissbereit, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Enno Hagenah am Freitag (heute) in Hannover.

Der Grünen-Politiker hat die Landesregierung aufgefordert, ihren Einfluss im Aufsichtsrat bei VW zu nutzen, "um Porsche bei den waghalsigen Plänen auszubremsen, seine wachsenden Finanzierungsprobleme aus der gut gefüllten Kasse von VW zu lösen. Das ist zugleich ein Wendepunkt um endgültig die Beherrschungsfantasien des Herrn Wiedeking zu beenden."

Auch bei Conti und Schaeffler müsse die Landesregierung die Gunst der Stunde nutzen, um jetzt die längst in die Hauptverantwortung gelangten beteiligten Banken durch Bürgschaftsangebote zu einer Unterstützung für eine Rochade in der Führungsrolle zugunsten von Conti im Firmenverbund bewegen. 

Hagenah: "Es könnte am Ende in beiden Fällen so kommen wie im alten niedersächsischen Märchen vom Hasen und dem Igel. Durch die größere Substanz und gute Marktposition setzen sich bei intelligentem Einsatz der Ressourcen die vermeintlich langsameren Igel entgegen allen anfänglichen Erwartungen gegen den flinken Hasen durch." 

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