Pressemeldung Nr. 104 vom

Grüne wollen Auskunft über Einsatz von Uranmunition auf Truppenübungsplätzen in Niedersachsen

Aufklärung über den möglichen Einsatz von Uran-Munition auf Truppenübungsplätzen in Niedersachsen fordert die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne. ?Falls ein Einsatz dieser Munition durch US-Streitk...

Aufklärung über den möglichen Einsatz von Uran-Munition auf Truppenübungsplätzen in Niedersachsen fordert die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne. „Falls ein Einsatz dieser Munition durch US-Streitkräfte nicht definitiv ausgeschlossen werden kann, sind etwaige Verdachtsflächen umgehend zu untersuchen“, erklärte der Grünen-Abgeordnete Michel Golibrzuch am Dienstag in Hannover.
Mit einer parlamentarischen Anfrage will der Grünen-Politiker von der Landesregierung wissen, inwieweit Übungsflächen in Niedersachsen in der Vergangenheit vor allem von US-Flugzeugen des Typs A-10 „Thunderbolt“ genutzt worden sind. „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass solche Maschinen etwa den NATO-Übungsplatz Bergen-Hohne zu Trainingszwecken beschossen haben“, so Golibrzuch. Dieser für die Bekämpfung von Panzerverbänden eingesetzte Flugzeugtyp werde üblicherweise mit Uranmunition ausgerüstet.
Von der Landesregierung will der Grünen-Abgeordnete wissen, ob bei in der Vergangenheit vorgenommenen Bodenproben in Bergen oder auch auf der Nordhorn-Range nur nach Schwermetallbelastungen oder auch gezielt nach Uranrückständen gesucht worden ist. Golibrzuch: „Soweit über den Übungsbetrieb und den vorgenommenen Beschuss keine Aufzeichnungen mehr existieren, sollten die Plätze vorsorglich untersucht werden.“

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