GRÜNE wollen Gutachten zur Nati einsehen
Kritik am Kurs von Wirtschaftsministerin Knorre
Nachdem die niedersächsische Wirtschaftsministerin Susanne Knorre sämtliche Kritik an der geplanten Auflösung der Technologieagentur Nati zurückgewie...
GRÜNE wollen Gutachten zur Nati einsehen
Kritik am Kurs von Wirtschaftsministerin Knorre
Nachdem die niedersächsische Wirtschaftsministerin Susanne Knorre sämtliche Kritik an der geplanten Auflösung der Technologieagentur Nati zurückgewiesen hat, wollen die Grünen im Landtag nun das als "vertraulich" eingestufte Gutachten dazu sehen.
"Die Privatisierung der Wirtschaftsförderung findet weitgehend ohne Rücksprache mit den Betroffenen und mit schlechten Argumenten statt", erklärte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion Dorothea Steiner am Donnerstag in Hannover.
Obwohl der Nati von den Gutachtern der Beratungsfirma Andersen Zeitungsberichten zufolge eine erfolgreiche Arbeit bescheinigt worden war, halte Knorre an ihrer Absicht fest, die Einrichtung zu zerschlagen und durch ein ungleich teureres "Innovationszentrum Niedersachsen" zu ersetzen. Auf eine Dringliche Anfrage der Grünen hin, wies die Ministerin im Landtag jedoch alle Presseveröffentlichungen rundweg als falsch zurück.
Steiner: "Frau Knorre muss Farbe bekennen und das inkriminierte Gutachten den Abgeordneten zur Verfügung stellen."
Zweifel äußerte die Grünen-Politikerin auch an der Behauptung der Wirtschaftsministerin, die geplante Abwicklung der Nati mit den Betroffenen diskutiert zu haben. So habe Wolf-Rüdiger Umbach, der Präsident der Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel, noch am Mittwoch Klage darüber geführt, von der Landesregierung nicht informiert worden zu sein. Umbach ist auch Vorsitzender des Innovationsnetzwerkes Niedersachsen, als dessen Geschäftsstelle die Nati fungiert.
Steiner: "Es ist doch merkwürdig, dass sich von den Betroffenen niemand an ein diesbezügliches Gespräch mit der Ministerin erinnern kann."
mg