Pressemeldung Nr. 180 vom

Niedersächsische Behörden an der Entscheidung beteiligt?:GRÜNE wollen Klarheit über Hamburger Hafenschlickpläne

Auf heftige Ablehnung bei den Landtagsgrünen stößt die Entscheidung der Hamburger Hafenbehörde, ihren Hafenschlick künftig bei Scharhörn vor Cuxhaven zu verklappen. In einer Kleinen Anfrage möchte der...

Auf heftige Ablehnung bei den Landtagsgrünen stößt die Entscheidung der Hamburger Hafenbehörde, ihren Hafenschlick künftig bei Scharhörn vor Cuxhaven zu verklappen. In einer Kleinen Anfrage möchte der Cuxhavener Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Klein vor allem auch wissen, in welcher Weise niedersächsische Behörden an dieser Entscheidung beteiligt waren und wie sie agiert haben.

Die Maßnahme war an der Küste auf große Empörung gestoßen, auch weil das neue Verfahren offensichtlich hinter verschlossenen Bürotüren, ohne Öffentlichkeitsbeteiligung und ohne Information der betroffenen Kommunen verabredet wurde. Klein erinnert an die früheren Pläne Hamburgs, Giftschlick im niedersächsischen Unterelbegebiet deponieren zu wollen: "Unsere schlechten Erfahrungen mit den Hamburger Hafenbehörden aus dem letzten Giftschlickabenteuer sind noch nicht vergessen. Deshalb ist es unbegreiflich, dass es bis heute keine detaillierten Informationen über mögliche Beeinträchtigungen von gesundheitlichen, ökologischen, touristischen und fischereiwirtschaftlichen Interessen vor Ort gibt."

Der Grünen-Politiker erwartet jetzt auf diese Fragen eine Antwort und ein klares Wort der Landesregierung dazu. "Wieder einmal hat der überhebliche Hamburger Egoismus, bei seinen Nachbarn auch als Pfeffersackmentalität bekannt, den vielfältigen Bemühungen zur Verbesserung des nachbarschaftlichen Klimas einen Rückschlag verpasst", kritisiert Klein. Er sieht die Landesregierung in der Pflicht, mögliche Schäden für die niedersächsischen Küstenbewohner und ihre Gäste abzuwehren.

Die Anfrage ist als Anlage/Link beigefügt.

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