Pressemeldung Nr. 203 vom

"Pädagogischer Holzhammer" muss durch frühzeitige und gezielte Förderung ersetzt werden:GRÜNE wollen Schule ohne Sitzenbleiben

Mit einem Modellversuch "Schule ohne Sitzenbleiben" wollen die Landtagsgrünen "ein Holzhammer-Instrument aus der pädagogischen Steinzeit" abschaffen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass viele Schüleri...

Mit einem Modellversuch "Schule ohne Sitzenbleiben" wollen die Landtagsgrünen "ein Holzhammer-Instrument aus der pädagogischen Steinzeit" abschaffen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass viele Schülerinnen und Schüler schon zwei Jahre nach dem Sitzenbleiben erneut zu den Leistungsschwächeren ihrer Klasse zählen, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter am Dienstag (heute) in Hannover.

"Es ist sinnvoller, die Schülerinnen und Schüler frühzeitiger und gezielt zu fördern. Hierfür müssen die Diagnosefähigkeiten der Lehrkräfte verbessert und differenzierte Förderkonzepte entwickelt werden", so die Grünen-Politikerin.

In einem entsprechenden Plenarantrag schlagen die Grünen vor, dass sich an dem Modellprojekt alle Schulen beteiligen können, die ein abgestimmtes Konzept zur Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler entwickelt hätten. Das Sitzenbleiben koste das Land jährlich ca. 80 Mio Euro; diese Mittel könnten für Fortbildungs- und Beratungsangebote und zusätzliches Personal eingesetzt werden.

Korter kritisierte die Landesregierung, die zwar nun auch angekündigt hat, die Quote von Sitzenbleibern zu verringern, aber keinerlei Konzepte dafür vorlege.

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