Pressemeldung Nr. 10 vom

GRÜNE: Wulff bei Atom auf dem Holzweg

Auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen stoßen die Äußerungen des niedersächsischen Ministerpräsidenten zum Endlager Gorleben. "Wulff lässt den Eindruck entstehen, dass hier Fakten geschaffen werden...

Auf scharfe Kritik bei den Landtagsgrünen stoßen die Äußerungen des niedersächsischen Ministerpräsidenten zum Endlager Gorleben. "Wulff lässt den Eindruck entstehen, dass hier Fakten geschaffen werden sollen. Damit lässt er den Konflikt um Gorleben weiter eskalieren", sagte der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel. Gorleben sei nie einer ernsthaften vergleichenden Standortsuche für ein atomares Endlager unterzogen worden. Die Auswahl sei aus rein politischen Gründen erfolgt.

Offenbar schrecke Wulff mittlerweile vor nichts zurück, um das Profil seiner Partei zu schärfen, sagte Wenzel. "Wenn der Ministerpräsident der Meinung sein sollte, dass zum Beispiel auch der Atomreaktor Biblis A auf dem neuesten Stand der Technik ist, dann müsste man ihn als Gesinnungstäter bezeichnen."

Der von Wulff geforderte Rollback in der Atomfrage sei unverantwortlich. Neben dem Sicherheits- und Endlagerproblem und der mangelhaften Energieeffizienz sei die Frage der Proliferation von Know How und Material für den Bau von Atomwaffen in Schwellen- und Entwicklungsländer eine Büchse der Pandora.

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