Pressemeldung Nr. 68 vom

GRÜNE zu Asse-PUA: Zeuge bestätigt Bekanntes - Wissenschaftler mit Corpsgeist

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel sieht durch die Befragung des ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) Prof. Dr. Alexan-der Kaul „keinen neuen Erkenntniswert“.

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel sieht durch die Befragung des ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) Prof. Dr. Alexander Kaul "keinen neuen Erkenntniswert". Wie schon bekannt, habe Herr Kaul in seiner Amtszeit lediglich einmal eine kritische Stellungnahme zum Zustand der Asse verfasst, die jedoch ohne Resonanz im damals von Angela Merkel geführten Bundesumweltministerium blieb, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag (heute) in Hannover. Darüber hinaus habe er offenbar keine weiteren Vorstöße unternommen, um Bundesministerien und Assebetreiber auf unrichtige wissenschaftlich Beurteilungen und Missmanagement hinzuweisen.

Wenzel: "Der Zeuge hat Bekanntes bestätigt, fühlt sich aber offenbar weniger der Aufklärung verpflichtet, als vielmehr einem Corpsgeist unter atomfreundlichen Wissenschaftlern."

Bezeichnend sei, dass alle damals beteiligten hochkarätigen Wissenschaftler sich einer Analyse der Fehler in der Asse verweigert hätten, kritisierte der Grünen-Politiker. "Das ist beschämend für eine Gemeinschaft, die immer mit einem großen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Verantwortungsanspruch aufgetreten ist."

Keine glaubwürdige Begründung hätte der Zeuge für die Aufgabe der gorlebenrelevanten Radiolyseversuche mit hochradioaktiven Stoffen in der Asse geben können, die er einst als Präsident für notwendig befunden hat. Warum hier fast 200 Mio DM investiert wurden, bevor man das Projekt aufgab, bleibe mysteriös, sagte Wenzel.

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