Pressemeldung Nr. 450 vom

Umweltminister als antiatompolitischer Spätzünder? :GRÜNE zu Sanders Forderung nach Castor-Transportstopp:

Mit Skepsis hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel auf die Ankündigung des Niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander reagiert, sich für einen Castor-Transportstopp nach Gorleben einsetzen zu wollen.

Mit Skepsis hat der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel auf die heutige (Montag) Ankündigung des Niedersächsischen Umweltministers Hans-Heinrich Sander reagiert, sich für einen Castor-Transportstopp nach Gorleben einsetzen zu wollen.

"Der Umweltminister als antiatompolitischer Spätzünder? Die Botschaft höre ich wohl – allein mir fehlt der Glaube", sagte der Grünen-Politiker. Bisher hätte sich der Minister stets als willfähriger Helfer der Atomindustrie gezeigt und Niedersachsen als Atommüllland auf dem Präsentierteller angeboten. Nach 33 Jahren sei jetzt Zeit für einen Neubeginn bei der Endlagersuche. Wer das verweigere, "fahre den Karren immer tiefer in den Dreck", sagte Wenzel. Am Ende werde die Umkehr immer teurer und langwieriger.

Der Grünen-Politiker verwies auf einen entsprechenden Antrag seiner Fraktion zum Transportstopp, der am Freitag dieser Woche im Plenum zur Beratung steht. "Dann kommt es zum Schwur. Jetzt muss die Landesregierung zeigen, ob sie es ernst mit der Wahrnehmung niedersächsischer Interessen meint oder nur weiter taktische Spielereien betreibt!"

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