Pressemeldung Nr. 242 vom

Leidtragende sind Kinder mit Behinderung:GRÜNE: Zukunft der Integrations-Krippen immer noch ungewiss

Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Miriam Staudte hat die Landesregierung aufgefordert, unverzüglich Klarheit für den Fortbestand der Integrations-Krippen zu schaffen.

Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Miriam Staudte hat die Landesregierung aufgefordert, unverzüglich Klarheit für den Fortbestand der Integrations-Krippen zu schaffen. "Zum 1. August läuft der Modellversuch der integrativen Krippen aus und bis heute ist für die Einrichtungen nicht klar, wie es weiter geht. Das bedeutet für die Kinder, ihre Eltern und auch für heilpädagogischen Fachkräfte eine unerträgliche Unsicherheit", sagte die Grünen-Politikerin heute (Mittwoch) in Hannover. "Alle reden von Inklusion - aber die Landesregierung bekommt nicht einmal schlichte Integration hin." Für Juli hat die Grünen-Expertin für Kinderpolitik deshalb eine Unterrichtung im Kultusausschuss beantragt.

Bereits seit vielen Monaten würden die integrativen Krippen von Kultusminister Althusmann hingehalten, weil sich das Kultusministerium, das Sozialministerium und die kommunalen Spitzenverbände nicht über die Aufteilung der Kosten einigen könnten. "Die Leidtragenden dieses Streits dürfen nicht die Kinder mit Behinderung sein", sagte Staudte. Notfalls müsse zunächst der Modellversuch um ein Jahr verlängert werden.

Die Grünen-Politikerin kritisierte in diesem Zusammenhang Überlegungen der Landesregierung, die Betreuungsstandards in den integrativ arbeitenden Krippengruppen abzusenken, um Kosten zu sparen. Diese Möglichkeit sei in der Antwort auf ihre Kleine Anfrage angedeutet worden. Staudte: "In der Krippe werden die Grundlagen für die weitere Entwicklung gelegt. Gerade hier muss für Kinder mit Behinderung eine gute heilpädagogische Förderung gewährleistet werden".

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