Pressemeldung Nr. 83 vom

Weg vom Beimischungszwang – hin zu reinen Biokraftstoffen:GRÜNE zum E 10-Desaster: „Ein bisschen Bio“ reicht nicht

Die Landtagsgrünen haben gefordert künftig auf reine kontrolliert nachhaltige Biokraftstoffe zu setzen, anstatt dem Benzin stufenweise Ethanol beizumischen. „Das Desaster um E 10 zeigt: Ein bisschen Bio reicht nicht“, ...

Die Landtagsgrünen haben gefordert künftig auf reine kontrolliert nachhaltige Biokraftstoffe zu setzen, anstatt dem Benzin stufenweise Ethanol beizumischen. "Das Desaster um E 10 zeigt: Ein bisschen Bio reicht nicht", sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah heute (Montag) in Hannover. Der Grünen-Politiker erinnerte daran, dass die Einführung einer 10-prozentigen Beimischung von Biokraftstoff zum Benzin von der großen Koalition, unter dem Druck der Autolobby und unter tätiger Mithilfe der oppositionellen FDP auf europäischer Ebene durchgedrückt worden war, um strengere Abgasauflagen für die PS-starke deutsche Autoproduktion abzuwenden.

"Jetzt will es keiner gewesen sein, alle stehlen sich vom Unfallort davon", kritisierte Hagenah. Weder die Bundesregierung, noch Automobilindustrie und Ölkonzerne hätten sich vor dem Einführungstermin von E10 um eine ausreichende Verbraucherinformation oder um eine notwendige Verschärfung der Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe gekümmert.

Die Grünen fordern von der Landesregierung eine Bundesratsinitiative zur Umkehr von dem Beimischungszwang hin zur Verwendung reiner, kontrolliert nachhaltiger Biokraftstoffe für die Fahrzeuge, die dafür technisch ausgelegt sind. Gleichzeitig sollen mehr Anreize und Auflagen für die Automobilindustrie geschaffen werden, damit endlich deutlich Sprit sparendere Fahrzeuge produziert werden. 

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