Gegen Vertragsabschluss für 30 Jahre - Klimaschutzabschlag gefordert:GRÜNE zum Heidewasser-Vertrag mit Hamburg
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel fordert eine Reduzierung der Fördermengen von Heide-Trinkwasser und die Begrenzung der Genehmigung für die Förderung auf 10 Jahre.
Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel fordert eine Reduzierung der Fördermengen von Heide-Trinkwasser und die Begrenzung der Genehmigung für die Förderung auf 10 Jahre. "Eine neue Verwaltungsvereinbarung mit einer Laufzeit über 30 Jahre lehnen wir ab", sagte der Grünen-Politiker nach der heutigen (Montag) Umweltausschusssitzung in Hannover. Die alte Verwaltungsvereinbarung, die von 1974 bis 2004 galt, sah ein Fördervolumen von 15 Millionen Kubikmeter Trinkwasser vor. Seitdem gibt es nur Übergangsregelungen.
Wenzel: "Wir wollen bei einer neuen Vereinbarung einen Klimaschutz-Abschlag von 20 Prozent auf diese Menge vorsehen." Die Grundwasserneubildungsrate könne klimabedingt sehr stark schwanken. Zudem gebe es heute vielfältige Technologien, um den Trinkwasserverbrauch in Haushalten und Industrie zu senken. Die Nutzung von Grauwassernetzen für Industrie, Waschzwecke und Toilettennutzung müsse in Neubauten selbstverständlich sein, könne aber auch bei vielen Sanierungen umgesetzt werden. Hierbei könne Regenwasser eingesetzt werden.
Die Grünen wollen zudem den Betrag des so genannten "Wasserpfennigs" erhöhen, um eine sparsame Nutzung wertvollen Trinkwassers anzuregen.
"CDU und FDP bleiben hinter dem Notwendigen zurück", sagte Wenzel. Schon heute sei absehbar, dass sich auch die Landwirtschaft einschränken müsse. Daher sei es notwendig, alle Möglichkeiten zur Reduzierung der Mengen bei der Beregnung von Feldern zu nutzen.