GRÜNE zum Landesweiten Mathetest: Grundschule fördert heterogen zusammengesetzte Schülerschaft erfolgreich -
Nach der Veröffentlichung erster Ergebnisse aus dem landesweiten Mathematiktest für die 3. Klassen der Grundschulen äußern sich die Landtagsgrünen zufrieden mit den erzielten Ergebnissen. "Die Durchsc...
Nach der Veröffentlichung erster Ergebnisse aus dem landesweiten Mathematiktest für die 3. Klassen der Grundschulen äußern sich die Landtagsgrünen zufrieden mit den erzielten Ergebnissen. "Die Durchschnittsnote von einer "guten 3" bei diesem relativ anspruchsvollen Test zeigt, dass unsere Grundschulen sich erfolgreich darauf eingestellt haben, mit effektiven Unterrichtsmethoden Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu fördern", so Ina Korter, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, heute (Mittwoch) in Hannover.
Die Ergebnisse des Mathematiktests zeigten aber auch, wie fragwürdig die gerade wieder von Kultusminister Busemann eingeführte frühe Laufbahnempfehlung nach Klasse 4 sei:
In allen 4 Regierungsbezirken schnitten die Schülerinnen und Schüler beim Mathetest nahezu gleich ab, die Schullaufbahnempfehlungen seien aber höchst unterschiedlich. Während aus dem landesweiten Vergleichstest hervorgehe, dass offenbar die SchülerInnen im Regierungsbezirk Weser-Ems genauso begabt seien wie die in Hannover, würden in Weser-Ems nur 28,9 % aller Kinder zum Gymnasium empfohlen, in Hannover aber 35,8%. Dies bedeute, dass allein im Regierungsbezirk Weser-Ems über 5.000 Kinder weniger die Gymnasialempfehlung bei vergleichbaren Leistungen im Fach Mathematik erhalten.
"Deutlicher kann nicht gezeigt werden, dass die frühe Trennung der Schulkinder nach Klasse 4 falsch ist. Die Kinder in Weser-Ems sind nicht dümmer als in Hannover. Ich bin gespannt, wie der Kultusminister diese regionalen Unterschiede bei den Bildungschancen der Schulkinder in Niedersachsen erklären will", so Korter.