Pressemeldung Nr. 2008 vom

GRÜNE zum Protokoll über Zugunglück in Bad Münder:Einer lügt! - Bahn spart zu Lasten der Sicherheit

Nach der heutigen (Freitag) Veröffentlichung neuer Informationen über den Verlauf des Zugunglücks von Bad Münder haben die Landtagsgrünen die Bahn AG aufgefordert, alle ihre Unterlagen zum Unfall of...

Nach der heutigen (Freitag) Veröffentlichung neuer Informationen über den Verlauf des
Zugunglücks von Bad Münder haben die Landtagsgrünen die Bahn AG aufgefordert, alle ihre Unterlagen zum Unfall offenzulegen und personelle Konsequenzen zu ziehen. "Das Einsatzprotokoll der Feuerwehr belegt eine massive Täuschung der Öffentlichkeit", sagte der Abgeordnete Thomas Schröder.
So habe es entgegen anders lautender Behauptungen der Bahn über eine Stunde gedauert, bis die Oberleitung geerdet und die Feuerwehr über den Gefahrstoff Epichlorhydrin informiert war. Wenn der Bahn-Sprecher Frohns dies bestreite, bliebe nur der Schluss, dass eine Seite die Unwahrheit sagt. "Ich kann nicht glauben, dass dies die Kreisfeuerwehr Hameln ist", sagte der Grünen-Abgeordnete.
Schröder forderte zudem, dass Sparmaßnahmen der Bahn nicht zu Lasten der Sicherheit gehen dürften. Nach Presseberichten hatte die Bahn Personal gespart und den so genannten "Hintermann" nicht eingesetzt, der für die Prüfung des Bremsdrucks am letzten Waggon verantwortlich ist. Es sei unverantwortlich, wenn bei Gefahrgut-Transporten diese Prüfung nicht mehr erfolge, sagte Schröder. Sparsamkeit am falschen Ende sei es auch, wenn auf das früher übliche Mitführen von Erdungsstangen auf der E-Lok verzichtet werde und Feuerwehren, die das Erden selbst übernehmen wollen, die Erstattung der Kosten für Ausbildung und Material verweigert würden. Immerhin stelle das Einsatzprotokoll fest, dass ein schnelles Erden und ein schnelles Löschen des zunächst kleinen Brandes die Explosion des Kesselwagens verhindert hätte.
Ts/zm

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