Pressemeldung Nr. 1989 vom

GRÜNE zum Zugunglück in Bad Münder: SPD-Kritik an Bahn und Landkreis blendet Versäumnisse der Landesregierung aus - Grüne fordern Spezialteam für Chemieunfälle

Die Landtagsgrünen werfen der Landesregierung vor, vom eigenen Versagen nach dem Zugunglück in Bad Münder ablenken zu wollen. Die Kritik des Umweltministers an der Deutschen Bahn und an der Landkreisv...

Die Landtagsgrünen werfen der Landesregierung vor, vom eigenen Versagen nach dem Zugunglück in Bad Münder ablenken zu wollen. Die Kritik des Umweltministers an der Deutschen Bahn und an der Landkreisverwaltung sei zwar berechtigt, blende aber die Versäumnisse der Landesregierung aus, sagte der Grünen-Abgeordnete Thomas Schröder am Donnerstag in Hannover. Insbesondere in den ersten Tagen hätten die Landesbehörden weder koordiniert noch informiert.
"Wenn 40 Tonnen einer gefährlichen Chemikalie wie Epichlorhydrin explodieren, verbrennen und in das Erdreich einsickern, ist von einem Umweltminister zu erwarten, dass er umgehend die besondere Fachkompetenz des Landesgesundheitsamtes und des Landesamtes für Ökologie zur Unterstützung der örtlichen Behörden anbietet", sagte der Grünen-Politiker aus Bad Münder. Für Chemieunfälle sei es geradezu typisch, dass die Gefährdung von Anwohnern und Hilfskräften sowie der Umweltmedien Luft, Wasser und Boden nicht sofort erkennbar ist und ihre Beurteilung besonderer Expertise bedarf.
Schröder forderte die Schaffung eines Spezialistenteams, dass bei vergleichbaren Schadensereignissen mit Freisetzung umweltgefährdender Stoffe landesweit alarmiert werde. "Auch unterhalb der Ausrufung des allgemeinen Katastrophenfalls können durch Produktion und Transport von vielen tausend verschiedenen chemischen Stoffen immer wieder Gefahrenlagen entstehen, die von Polizei und Kreisfeuerwehr nicht mehr mit ihren Mitteln allein bewältigt werden können."

Ts/zm


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