GRÜNE zur NordLB: "Neues" Geschäftsmodell unzureichend - Verkleinerung von Vorstand und Aufsichtsrat gefordert
Nach der heutigen (Mittwoch) Unterrichtung im Ausschuss für Haushalt und Finanzen haben die Landtagsgrünen die Pläne des Finanzministers zur Zukunft der NordLB kritisiert. Die Ausarbeitung eines neuen...
Nach der heutigen (Mittwoch) Unterrichtung im Ausschuss für Haushalt und Finanzen haben die Landtagsgrünen die Pläne des Finanzministers zur Zukunft der NordLB kritisiert. Die Ausarbeitung eines neuen Geschäftsmodells sei zwar ein erster Schritt, insgesamt aber unzureichend, um in Zukunft ein Rating im A-Bereich zu halten, sagte der finanzpoltische Sprecher Stefan Wenzel.
Vorstand und Aufsichtsrat müssten deutlich verkleinert werden, forderte der Grünen-Politiker. Die von Minister Möllring geplante Verkleinerung auf sieben Vorstandsmitglieder sei nicht ausreichend. Der Aufsichtsrat, der heute "fast die Größe eines Kreistages" habe, müsse schnell verkleinert werden.
"Auch die Höhe der Vorstandsbezüge muss korrigiert werden. Ich halte es nicht für angemessen, dass der Chef einer öffentlichen Bank mehr als drei mal soviel verdient wie ein Ministerpräsident", sagte Wenzel.
Unklar blieben nach der Sitzung des Ausschusses auch die Gründe für die deutlich erhöhte Wertberichtigung.
Der Grünen-Politiker forderte "mehr Tempo" für den Prozess der verstärkten Kooperation im norddeutschen Raum. "Die Gespräche mit Hamburg und Schleswig-Holstein müssen intensiviert werden, um schnell eine weitergehende Zusammenarbeit zu ermöglichen."