Verpflichtende Qualifizierungskurse für Tagesmütter gefordert:GRÜNE: Zwischenbilanz zum Landesprogramm „Familien mit Zukunft“ kein Grund zur Freude
Die Freude von Sozialministerin Ross-Luttmann über den Zwischenbericht zum Landesprogramm "Familien mit Zukunft" können die Landtagsgrünen nicht teilen.
Die Freude von Sozialministerin Ross-Luttmann über den Zwischenbericht zum Landesprogramm "Familien mit Zukunft" können die Landtagsgrünen nicht teilen.
"Das Land fokussiert sich auf den Ausbau der Tagesmütter-Betreuung ohne die Qualität der Betreuung abzusichern" sagte die familienpolitische Sprecherin Miriam Staudte am Freitag (heute) in Hannover. Die Grünen-Politikerin forderte verpflichtende Qualifizierungskurse, eine kontinuierliche fachliche Betreuung der Tagesmütter und eine angemessene Bezahlung. "Die Qualität der Betreuung bei Tagesmüttern ist extrem unterschiedlich. Deshalb brauchen Eltern mehr Transparenz und ein Gütesiegel", forderte Staudte. So würden 40 Prozent der Betreuungsverhältnisse bei Tageseltern schon nach sechs Monaten wieder beendet,
Als Beleg für das geringe Engagement der Landesregierung bezeichnete die Grünen-Politikerin, dass "Ross-Luttmanns Vorzeige-Landkreise" in einem heute veröffentlichten Ranking des Instituts für Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) extrem schlecht abgeschnitten haben: Der Landkreis Emsland kam bei der Rubrik "Kinderbetreuung" auf Platz 403 von 409 bundesweit verglichenen Kommunen. Staudte: "Der Heimatlandkreis der Ministerin liegt sogar nur auf Platz 405".