Gutachten zum Messingsberg - Helmhold: "Schlimmste Befürchtungen bestätigt
"Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt", kommentiert die heimische Landtagsabgeordnete und stellv. Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen die Vorstellung des ersten Teilgutachtens zum...
"Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt", kommentiert die heimische Landtagsabgeordnete und stellv. Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen die Vorstellung des ersten Teilgutachtens zum Messingsberg. Noch immer seien rund 120000 m3 Gestein in Bewegung, der nächste Absturz stehe unmittelbar bevor, täglich öffneten sich neue Spalten. Nach Aussagen des Gutachters sei der Kamm nicht zu halten.
Dies bedeute, dass durch Sprengungen der Kamm auf einer Länge von mindestens 400 Metern 10 bis 15 Meter "tiefer gelegt" werden müsse.
Damit, so Helmhold, werde das Landschaftsbild nachhaltig beeinträchtigt und verändert.
"Jetzt ist es so weit, dass es offenbar keine andere Lösung gibt, weil der Berg sonst unkontrolliert selbst scheibchenweise abbrechen würde", klagt Helmhold. Es zeige sich, dass in der Vergangenheit immer viel zu optimistisch mit den Gefahren umgegangen wurde. "Das Steinzeichen erfährt vor diesem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung", so Helmhold. Der Berg spucke Steine, um zu zeigen, was er von dem permanenten Raubbau an der Natur hält.
Mit Entsetzen habe sie auch erfahren, dass die bisher erfolgten Vorsprengungen zur Stabilisierung des Berges nicht erfolgreich waren. Die Bewegungen in diesem Bereich gingen weiter, die Vorschüttung im östlichen Bereich wurde vom derzeitigen Gutachter sogar als Mitursache für die jetzt erfolgte Rutschung angegeben.
"Was soll man davon halten" fragt Helmhold, wenn jetzt gesagt wird, dass die damaligen Gutachten die Standortsicherheit zu positiv beurteilt haben und die damaligen Maßnahmen zur Stabilisierung als falsch bezeichnet werden?"
Für Helmhold ist klar, dass offenbar niemand eine endgültige Gewähr für die Sicherheit des Steinbruchs geben kann. Deshalb dürfe auch nicht weiter abgebaut werden.
Außerdem fordert sie für alle in Betrieb befindlichen Steinbrüche neue Standortgutachten und erneuert ihre Forderung, keine weiteren Abbaugebiete mehr zu genehmigen.
Auch müsse umgehend die Standfestigkeit des Steinzeichens untersucht werden. Beim geringsten Verdacht auf Instabilität des Berges in diesem Bereich müsse vorsorglich der Zutritt gesperrt werden. "Keinesfalls dürfen Menschenleben gefährdet werden", so Helmhold abschließend.