Gutachter unterstützt Kritik am Sicherheitskonzept der Transrapidversuchsanlage
Durch die Sitzung des Untersuchungsausschusses zum Transrapidunglück sieht der Obmann der Grünen-Fraktion Enno Hagenah die Kritik am Sicherheitskonzept der Versuchsanlage bestätigt.
Durch die heutige (Montag) Sitzung des Untersuchungsausschusses zum Transrapidunglück sieht der Obmann der Grünen-Fraktion Enno Hagenah die Kritik am Sicherheitskonzept der Versuchsanlage bestätigt. "Besonders beeindruckend", so Hagenah, sei das persönliche Bekenntnis von Prof. Dr. Siefer, Leiter des Institutes für Verkehrswesen der Uni Hannover, er wäre nicht regelmäßig mit Studenten im Transrapid gefahren, wenn er schon damals Kenntnisse über die mangelhaften Sicherheitsvorgaben gehabt hätte.
Wichtig für die kommende Untersuchungsarbeit sei sicher nun die Frage, ob der TÜV für das Land auch die Prüfung der Sicherheit des Gesamtsystems als Auftrag hatte, wie dies von Prof. Dr. Siefer gefordert wurde.
Hagenah: "Mit dem heutigen Tag erkennen endlich alle Fraktionen an, dass es einen großen Unterschied zwischen Sicherheit allein aufgrund Personenaufsicht und der um ein vielfaches größeren Sicherheit mit zusätzlicher, automatischer technischer Sicherung gibt."
Mit seiner Verwunderung darüber, dass keine getrennten Sicherheitsstandards für den reinen Versuchsbetrieb und den Fahrverkehr mit Besuchern existierten, griff der Wissenschaftler in seinem Vortrag einen weiteren Missstand der Versuchsanlage auf.