Pressemeldung Nr. 3 vom

Grüne fordern Bundesratsinitiative gegen Betreuungsgeld:Herdprämie stoppen

Unter der Überschrift „Herdprämie stoppen- Geld in Krippenausbau investieren" fordert die Landtagsfraktion von Bündnis´90/Die Grünen von der Landesregierung eine Bundesratsinitiative gegen das von Berlin geplante Betreuungsgeld. Miriam Staudte.

 

Unter der Überschrift "Herdprämie stoppen- Geld in Krippenausbau investieren" fordert die Landtagsfraktion von Bündnis´90/Die Grünen von der Landesregierung eine Bundesratsinitiative gegen das von Berlin geplante Betreuungsgeld. Miriam Staudte, familienpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, verweist auf einen entsprechenden Antrag, den ihre Fraktion in die Beratungen eingebracht hat: "Niedersachsen mit seinen extrem wenigen Betreuungsplätzen für Unter-Dreijährige muss verhindern, dass hier jährlich bis zu zwei Milliarden Euro verpulvert werden." Nach Ansicht der Grünen und vieler Experten setze das Betreuungsgeld Fehlanreize. "Gerade Kinder aus sozialschwachen Familien profitieren besonders von den Anregungen und Förderungen in den Krippen, das belegt unter anderem eine aktuelle Bertelsmann-Studie", so Staudte. "Selbst in den besten Familien werden Kinder zu oft vor dem Fernseher geparkt" gibt Staudte zu bedenken. Die Planungen der Bundesregierung sehen vor, künftig für jedes unter-dreijährige Kind, das zu Hause betreut wird, 150 Euro monatlich an die Eltern zu zahlen.

In Thüringen, wo bereits 2007 auf Landesebene ein Betreuungsgeld eingeführt wurde, wurde gerade ein Volksbegehren für eine Verbesserung der Familienpolitik und gegen das so genannte "Landeserziehungsgeld" für zulässig erklärt. "Das zeigt: Die Eltern wollen in erster Linie einen qualitativ hochwertigen Betreuungsplatz für ihre Kinder", erklärt Staudte.

"Bislang hat der Bund einmalig vier Milliarden Euro in den Krippenausbau investiert. Niedersachsen mit seinen 12% an Betreuungsplätzen für Krippenkinder müsste sich an die Speerspitze der Betreuungsgeld-Gegner stellen", so die Grünen-Politikerin.

 

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