Landesregierung trägt Mitschuld an drohenden Angebotskürzungen der Bahn:„Herrn Rösler ist die Zahl der IC-Bahnhöfe egal“
Die Landtagsgrünen haben die „Bekenntnisse“ des niedersächsischen Verkehrsministers Phillip Rösler zum Erhalt der IC Bahnanbindung in der Fläche als „unglaubwürdig“ kritisiert.
Die Landtagsgrünen haben die "Bekenntnisse" des niedersächsischen Verkehrsministers Phillip Rösler zum Erhalt der IC Bahnanbindung in der Fläche als "unglaubwürdig" kritisiert. Die Forderungen des Ministers stünden im Widerspruch zur Bahnpolitik des Landes, sagte der verkehrspolitische Sprecher Enno Hagenah am Montag in Hannover. "Herrn Rösler ist die Zahl der IC-Bahnhöfe egal".
Der Grünen-Politiker warf der Landesregierung eine Mitschuld an wesentlichen Ursachen der drohenden Angebotskürzungen vor. So würden nach wie vor die für die Bahn bestimmten Regionalisierungsmittel umgewidmet, um den Schülerverkehr zu finanzieren, für den eigentlich das Land aufkommen müsse. Und auch das Vorhaben der Landesregierung, die überregionalen Schnellverkehre noch stärker auf der geplanten Y-Trasse zu konzentrieren, sei "kontraproduktiv" für das Fernverkehrsangebot der Bahn in der Fläche.
Die Grünen fordern dagegen die Regionalisierungsmittel ausschließlich für die Bahn einzusetzen und bei der DB auf einen Ausbau der vorhandenen Netze zu dringen anstatt weiter an dem "Y-Neubau" festzuhalten.