Pressemeldung Nr. 146 vom

Personalpolitik als Schnäppchenmarkt:Hire and fire von Lehrkräften auch an niedersächsischen Schulen gängige Praxis

Die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage von Ina Korter hat jetzt ergeben, dass rund 280 Lehrerinnen und Lehrer, deren befristete Arbeitsverträge vor den letzten Sommerferien ausgelaufen waren, unmittelbar danach wieder eingestellt wurden; 59 davon sogar an der gleichen Schule.

Die Landtagsgrünen haben die Praxis der Entlassung von Lehrkräften in Niedersachsen für die Zeit der Sommerferien kritisiert. Die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Ina Korter hat jetzt ergeben, dass rund 280 Lehrerinnen und Lehrer, deren befristete Arbeitsverträge vor den letzten Sommerferien ausgelaufen waren, unmittelbar danach wieder eingestellt wurden; 59 davon sogar an der gleichen Schule. Damit wären auch in Niedersachsen die Berichte der Bundesagentur für Arbeit bestätigt, wonach einzelne Bundesländer ihre Haushalte jährlich um rund 17 Millionen Euro entlasten würden, indem sie Lehrkräfte über die Sommerferien Arbeitslosengeld beziehen lassen, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch (heute) in Hannover.

Korter sprach von einer "Trickserei auf Kosten der betroffenen Pädagogen und zu Lasten der Beitragszahler zur Arbeitslosenversicherung".

"Es passt absolut nicht zusammen, wenn sich Kultusministerin Heister-Neumann einerseits beklagt, die erforderlichen Lehrkräfte seien auf dem Arbeitsmarkt nicht vorhanden und andererseits durch diese Praxis vielen Lehrerinnen und Lehrern keine vernünftige Perspektive bietet", sagte die Grünen-Politikerin. Wenn sich für Pädagogen anderswo die Möglichkeit einer Festanstellung bietet, seien sie für Niedersachsen verloren. Die Ministerin betreibe keine vorausschauende Personalpolitik sondern "bediene sich wie auf dem Schnäppchenmarkt".

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