Antrag für konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz eingebracht: Ökolandbau stärken, Überdüngung stoppen, Torfzehrung beenden:Industrielle Landwirtschaft ist Niedersachsens größter Klimakiller
Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, die dringend erforderlichen Klimaschutzmaßnahmen im Agrarbereich zu verschleppen.
Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, die dringend erforderlichen Klimaschutzmaßnahmen im Agrarbereich zu verschleppen. "Die industrielle Landwirtschaft mit ihrer Massentierhaltung ist mit 28 Prozent Anteil an den Treibhausgasemissionen der größte Klimakiller in Niedersachsen und die Landesregierung bleibt untätig ", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Meyer am Freitag (heute) in Hannover. Die Politik habe in dieser Frage kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem. Insofern sei die heute vorgestellte Studie zur Klimaschutzpolitik in der Landwirtschaft "durchaus interessant" – sie ersetze aber nicht das politische Handeln. "Davon ist bei Schwarz-Gelb allerdings nicht viel spüren!"
Die Grünen haben für das Landtagsplenum in der kommenden Woche einen eigenen Antrag vorgelegt, in dem konkrete Maßnahmen gefordert werden. "Dazu gehören die verstärkte Förderung des klimaschonenden ökologischen Landbaus, der Stopp der Überdüngung und die Beendigung des Abbaus von Mooren als Kohlenstoffspeicher", sagte Meyer. Außerdem müsse die klimafreundliche Wirtschaftsweise besser gefördert und unterstützt werden.
Insgesamt sollen die von den Grünen geforderten Maßnahmen Emissionen aus der Landwirtschaft bis 2025 um ein Viertel senken.
"Die Landesregierung redet viel vom Klimaschutz macht aber das genaue Gegenteil: Der Torfabbau wird ausgeweitet, die Landwirtschaft klimaschädlich industrialisiert und das von Wasserverbänden und Kommunen geforderte Güllekataster abgelehnt. Bei dieser Politik sind die schönen Reden über den Klimaschutz nur hohle Phrasen", sagte der Grünen-Politiker.