Pressemeldung Nr. 108 vom

Wenzel: Schünemann soll das Gespräch mit den Bürgern im Wendland suchen:Innenminister hat zuviel Gewaltphantasien

„Innenminister Schünemann sollte sich im Fernsehen weniger Gewaltfilme angucken", sagte Stefan Wenzel nach wiederholten Warnungen Schünemanns vor gewaltsamen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem geplanten Weiterbau in Gorleben und möglichen weiteren Castor-Transporten.

"Innenminister Schünemann sollte sich im Fernsehen weniger Gewaltfilme angucken", sagte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag, Stefan Wenzel, nach wiederholten Warnungen Schünemanns vor gewaltsamen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem geplanten Weiterbau in Gorleben und möglichen weiteren Castor-Transporten.

"Die Gewalt wird nicht von den Demonstranten ausgehen", sagte Wenzel. Der seit Jahrzehnten anhaltende energische Widerstand im Wendland sei phantasievoll und friedlich. "Gerade deshalb war und ist er so mächtig und wirkungsvoll", sagte Wenzel.

Wenzel empfiehlt dem Innenminister das persönliche Gespräch mit Bauern, Handwerkern, Lehrern, Schülern, Ärzten und Pastoren im Wendland zu suchen, die sich gegen die Verseuchung ihrer Heimat mit hochradioaktivem Atommüll wehren. "Es wäre wünschenswert, dass der Innenminister die Menschen und ihre Befürchtungen kennt, bevor er seine Polizei wieder ins Wendland schickt", so Wenzel. "Noch habe ich die Hoffnung, dass auch diese Landesregierung begreift, dass der Konflikt um Gorleben nur mit einem gesellschaftlichen Konsens und nicht mit Polizeihundertschaften lösbar ist."

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