Pressemeldung Nr. 2017 vom

Intercity reisst Löcher im Verkehrsverbund! - Wenzel: Schlechteres Angebot für Fahrten von Northeim, Kreiensen und Göttingen nicht akzeptabel

"Die Pläne der Bahn zur Tarifgestaltung in Verkehrsverbünden sind in keiner Weise akzeptabel", erklärte der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel am (heutigen) Sonntag. "Wir haben lange gearbeitet, um d...

"Die Pläne der Bahn zur Tarifgestaltung in Verkehrsverbünden sind in keiner Weise akzeptabel", erklärte der Göttinger Abgeordnete Stefan Wenzel am (heutigen) Sonntag. "Wir haben lange gearbeitet, um den Interregio in den Verkehrsverbund Südniedersachsen zu integrieren. Mit der Umwandlung zahlreicher Interregio- in Intercitystrecken will die Bahn diesen Fortschritt zunichte machen", sagte Wenzel.
Besitzer von Monats- und Wochenkarten sollen künftig bei der Fahrt zwischen Göttingen, Northeim und Kreiensen Aufschläge zahlen. Besitzer von Einzel- und Mehrfahrtenkarten sollen gar vor der Tür stehen bleiben.
Mit dieser Regelung werde insbesondere das Bahnangebot für Reisende aus und in den Südharz und den Solling eklatant verschlechtert. Bislang habe der Verkehrsverbund mit einer pauschalen Zahlung an die Bahn die Mitfahrt im Interregio ermöglicht. Diese Regelung habe die Bahn jetzt aufgekündigt.
Wenzel sieht jedoch auch die für den Schienenpersonennahverkehr zuständige Landesregierung in der Pflicht. "Wir haben bereits vor Monaten eine niedersächsische Antwort auf neue Regelungen in Tarif und Fahrplan gefordert", so Wenzel. Die Landesregierung habe dies abgelehnt. Sie habe aber die Möglichkeit im Verkehrsvertrag mit der DB AG entsprechende Rahmenregelungen für Verkehrsverbünde zu vereinbaren. Das gleiche Problem bestehe beispielsweise auch im Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen zwischen Oldenburg und Bremen.
Wenzel hat für den (morgigen) Montag ein Gespräch mit dem Konzernbevollmächtigten der DB AG für Niedersachsen und Bremen vereinbart. Dabei soll auch über dieses Thema gesprochen werden.
wz

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