Landesregierung soll Bemühungen um Gründung eines muslimischen Dachverbandes unterstützen:Interkulturelle Kompetenz der Integrationslotsen stärken

Die bisherige Einrichtung der Landesausländerbeauftragten soll nach dem Willen der Grünen in Zukunft zu einer "Integrationspolitischen Leitstelle" umgewidmet werden, die landesweit alle Bemühungen um...

Die bisherige Einrichtung der Landesausländerbeauftragten soll nach dem Willen der Grünen in Zukunft zu einer "Integrationspolitischen Leitstelle" umgewidmet werden, die landesweit alle Bemühungen um den Dialog zwischen den Kulturen und die präventive Arbeit gegen Diskriminierungen koordinieren soll.

Mit dieser Forderung bringen die Landtagsgrünen einen Entschließungsantrag für die Plenarsitzung der nächsten Woche ein, der sich für die Verbesserung der Integration von Migranten in Niedersachsen einsetzt. "Es reicht nicht aus, dass die Migranten die deutsche Sprache beherrschen. Integration bedeutet auch Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen", sagte die Abgeordnete Georgia Langhans am Freitag in Hannover.

In dem Antrag wird die Landesregierung aufgefordert, gemeinsam mit den Kommunen ein flächendeckendes Netz von Integrationslotsen aufzubauen, die über die Vermittlung bei Behördenabläufen hinaus auch bei anderen Angelegenheiten des Alltagslebens unterstützend tätig werden sollen. Das unlängst vom Ministerpräsidenten vorgestellte Konzept gleichen Namens bezeichnete die Grünen-Politikerin als "Muster ohne Wert", weil damit letztlich nur Ehrenamtliche als Ersatz für die eingesparten Ausländerberatungssstellen rekrutiert werden sollen. Die Grünen dagegen wollen für diese Lotsenstellen Migranten und Spätaussiedler gewinnen und ausbilden lassen, weil sie als "Mittler zwischen den Kulturen" die interkulturelle Kompetenz für diese Arbeit mitbringen und besonders im Gesundheits-, Schul- und Jugendhilfebereich tätig werden können.

Auch wird die Landesregierung aufgefordert, die Bemühungen von Vertretern der Religionsgemeinschaften zur Gründung eines muslimischen Dachverbandes zu unterstützen. Langhans: "Demokratische und transparente Strukturen sind eine entscheidende Voraussetzung dafür, die Auseinandersetzung über Rechte und Pflichten von Muslimen in Niedersachsen auf Augenhöhe zu führen."

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