Integration ins „wirkliche Leben“ notwendig:Isolierung im Lager Friedland erschwert Eingliederung von Migranten
"Es ist wesentlich sinnvoller die Spätaussiedler und jüdischen Einwanderer in die Kommunen zu verteilen und ihnen dort Integrationskurse anzubieten", so Georgia Langhans.
Die Grünen im Landtag werten die Ankündigungen von Innenminister Schünemann das Lager Friedland zum Integrationszentrum auszubauen als Notmaßnahme zur Rechtfertigung seiner Lagerpolitik. "Schünemann versucht dadurch lediglich verzweifelt seine Lagerkapazitäten zu füllen und bietet die Plätze im Lager bei den Bundesländern wie Sauerbier an", sagte die migrationspolitische Sprecherin Georgia Langhans am Dienstag in Hannover. So seien zum Beispiel in Friedland keine baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Unterkünfte vorgesehen.
Nach Ansicht der Grünen-Politikerin ist es wesentlich sinnvoller die Spätaussiedler und jüdischen Einwanderer in die Kommunen zu verteilen und ihnen dort Integrationskurse anzubieten.
Langhans: "Integration findet vor Ort statt – nicht in theoretischem Unterricht. Die Menschen sollten das wirkliche Leben in Deutschland so schnell wie möglich kennen lernen, praktische Erfahrungen sammeln und ein soziales Netzwerk in ihren Gemeinden knüpfen."