Pressemeldung Nr. 64 vom

Rot-Grün beim Thema Wolf um Ausgleich aller Interessen bemüht:Janßen: Sachlichkeit statt Panikmache

Der Wolf ist bei uns in Niedersachsen heimisch und streng geschützt. Ich bin überzeugt, Menschen und Wölfe können hier bei uns in friedlicher Koexistenz leben. Ich hoffe, wir können zu einer sachlichen und fruchtbaren Debatte in Niedersachsen zurückfinden und appelliere auch an die Opposition, Vernunft walten zu lassen.

Darum geht’s

Der Wolf ist eine streng geschützte Tierart. Gleichzeitig führt sein Auftauchen zu Sorgen bei der Bevölkerung und zu Nutztierrissen. Heute unterrichtete die Landesregierung die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Energie und Klimaschutz des niedersächsischen Landtages über die Ausbreitung der Wolfspopulation in Niedersachsen und die damit einhergehenden Konsequenzen.

Das sagen die Grünen

Hans-Joachim Janßen, agrar- und naturschutzpolitischer Sprecher

 

„Der Wolf ist bei uns in Niedersachsen heimisch und streng geschützt. Ich bin überzeugt, Menschen und Wölfe können hier bei uns in friedlicher Koexistenz leben. Ich hoffe, wir können zu einer sachlichen und fruchtbaren Debatte in Niedersachsen zurückfinden und appelliere auch an die Opposition, Vernunft walten zu lassen.“ 

„Die in manchen Regionen geäußerten Sorgen hinsichtlich einer Gefährdung des Menschen durch den zurückgekehrten Wolf nehmen wir in Hannover sehr ernst. Die heutige Unterrichtung hat gezeigt: Die rot-grüne Landesregierung ergreift angemessene Maßnahmen, um Gefährdungssituationen vorzubeugen. Wird ein Wolf verhaltensauffällig, wird ein solcher Wolf der Natur entnommen, denn die Sicherheit des Menschen hat oberste Priorität. Das Wolfsmangement wird dabei detailliert mit allen Fachleuten laufend weiterentwickelt."

„Ich kann den Ärger vieler TierhalterInnen, sehr lange auf eine Ausgleichszahlung für Wolfsrisse warten zu müssen, gut nachvollziehen. Hier benötigen wir Alternativen zu den noch sehr zeitaufwändigen Gentests. Aus meiner Sicht wäre auch eine Auszahlung unter Vorbehalt möglich, wenn ein Gentest nicht zeitnah vorliegt. Die Landesregierung hat diesbezüglich bereits Verbesserungen angekündigt.“

Zum Hintergrund

Ein Wolfsrudel in Munster in der Lüneburger Heide zeigte jüngst wenig Scheu vor dem Menschen. Aggressives Verhalten gegenüber dem Menschen konnte bis jetzt nicht beobachtet werden. Die Landesregierung kündigte an, das Munsteraner Rudel verstärkt zu überwachen, um nähere Erkenntnisse über das Verhalten der zurückgekehrten Wölfe in Niedersachsen zu gewinnen. Bereits am Mittwoch (6. Mai 2015) ist zudem ein Austausch der Landesregierung mit den WolfsberaterInnen der Landesjägerschaft und dem Arebeitskreis Wolf, dem auch Nutztierhalter angehören,  zum Rudel in Munster geplant. Von diesem Treffen ausgehend werden die nächsten Schritte abgeleitet.

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