Statement:Julia Hamburg zur Debatte um Inklusion an Gesamtschulen und Gymnasien

Es darf kein Rollback der inklusiven Schule geben. Es wäre fahrlässig und verantwortungslos, den parteiübergreifenden Konsens für eine inklusive Schule jetzt wieder in Frage zu stellen. Unsere Kinder verdienen gute Lernbedingungen.

zur Debatte um Inklusion an Gesamtschulen und Gymnasien sagt Julia Hamburg, schulpolitische Sprecherin:

Es darf kein Rollback der inklusiven Schule geben. Es wäre fahrlässig und verantwortungslos, den parteiübergreifenden Konsens für eine inklusive Schule jetzt wieder in Frage zu stellen. Unsere Kinder verdienen gute Lernbedingungen. Der Kurs von CDU und FDP ist brandgefährlich: Die Wiedereinrichtung von Förderschulen würde die Probleme der inklusiven Schulen verschärfen und nicht abmildern. Statt erneut populistische Strukturdebatten zu eröffnen, müssen endlich die notwendigen Bedingungen dafür geschaffen werden, dass Inklusion gelingt.

Alle Schulen sind inklusive Schulen. Philologen und Direktorenvereinigung sollten sich an einer Gestaltungsdebatte beteiligen, statt einen Prozess zu beerdigen, den sie für ihre Schulen noch gar nicht mit Leben gefüllt haben.

Hintergrund

Die Forderung von CDU und FDP nach der Wiedereinführung der Förderschule Lernen gehen an den Wünschen der betroffenen Eltern vorbei: Tatsächlich wurden an zwei Drittel der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen, die vorläufig auf Wunsch der CDU weiterbetrieben werden dürfen, nur so wenige Kinder angemeldet, dass die vorgegebene Mindestzahl von 13 Kindern pro Klasse deutlich unterschritten wurde.

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