Pressemeldung Nr. 119 vom

Konzept für gesicherte Unterrichtsversorgung ohne Lehrermehrarbeit gefordert:Kabinettsbeschluss zum Arbeitszeitkonto zurücknehmen

„Wenn all das Gerede über den Vertrauensschutz für die Lehrkräfte ernst gemeint ist, dann muss der Kabinettsbeschluss von vergangener Woche zurückgezogen werden“, so Ina Korter.

Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Ina Korter hat die Erklärung von Ministerpräsident Christian Wulff zum Konflikt um die Abrechnung der Lehrer-Arbeitskonten als "unzureichend" bezeichnet. "Wenn all das Gerede über den Vertrauensschutz für die Lehrkräfte ernst gemeint ist, dann muss der Kabinettsbeschluss von vergangener Woche zurückgezogen werden", sagte die Grünen-Politikerin am Montag (heute) in Hannover. " Die Pädagogen müssen selbst entscheiden können, wann sie ihre Mehrarbeit ausgleichen." Ein bloßes Antragsrecht reiche nicht aus.

Korter forderte die Landesregierung auf, unverzüglich ein Konzept vorzulegen, wie die Unterrichtsversorgung ohne Lehrermehrarbeit gesichert werden kann. "Schon zum kommenden Schuljahr werden ca. 1000 Lehrerstellen fehlen", sagte die grüne Schulexpertin. 2009 werde diese Zahl noch einmal deutlich steigen.

"Zehn Jahre lang hat die Landesregierung die Unterrichtsversorgung auf Kosten der Lehrkräfte gesichert. Jetzt wird sie nicht umhinkommen, zusätzliche Stellen zu schaffen, wenn es nicht zu noch massiveren Unterrichtslücken kommen soll," so Korter. Die Drohung der Ministerin, die Lehrerarbeitszeit generell zu erhöhen, müsse eindeutig vom Tisch.

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