Pressemeldung Nr. 2449 vom

Kein überraschendes Aus für Solarfabrik Hameln - Harms kritisiert verfehlte Politik der PV-Förderung

Mit Bedauern reagierte die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Rebecca Harms auf die Ankündigung von BP, die Solarfabrik in Hameln definitiv nicht zu bauen. Die Ansiedlung hätte für die strukturpo...

Mit Bedauern reagierte die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Rebecca Harms auf die Ankündigung von BP, die Solarfabrik in Hameln definitiv nicht zu bauen. Die Ansiedlung hätte für die strukturpolitisch schwache Region einen wesentlichen Schub bedeutet und insgesamt der Photovoltaik in Niedersachsen einen Aufschwung gegeben, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag (heute) in Hannover.
Das Aus käme jedoch nicht wirklich überraschend. Seit der Unterzeichnung der Absichtser-klärung zum Bau der Fabrik zwischen dem Land Niedersachsen und BP vor nunmehr dreieinhalb Jahren sei das Projekt immer wieder nach hinten geschoben worden und die Zahl der angeblich neuen Arbeitsplätze wurde von anfänglich 145 auf zuletzt 45 reduziert.
Harms möchte nun von der Landesregierung wissen, ob bereits Landesmittel in die Vorbe-reitung des gescheiterten Projektes geflossen sind.
"Jetzt rächt sich, dass sich die ehemalige Landesregierung bei der Photovoltaik-Förderung zu stark auf die Fabrik in Hameln konzentriert hat", sagte Harms. Diese Fixierung habe zu einer Vernachlässigung von anderen Bereichen geführt. "Bei der Breitenförderung der Photovoltaik etwa oder für eine Qualitätsoffensive für Handwerker, Architekten und Ingenieure hat es die ehemalige Landesregierung an Ehrgeiz vermissen lassen", kritisierte die Grünen-Politikerin.
Bisher sei allerdings auch nicht erkennbar, dass die neue CDU/FDP-Landesregierung eine bessere oder effizientere Förderung der Photovoltaik plane. Man müsse im Gegenteil befürchten, dass diese Förderung gänzlich eingestellt werde.

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