Keine Südumgehung für Rosdorfer Gewerbegebiet - Verkehrszahlen des Landkreises aus der Luft gegriffen!
Die GRÜNEN im Rat der Stadt Göttingen widersprechen der Forderung des Landrats Schermann (CDU) und der SPD-Kreistagsfraktion die Südumgehung aus städtischen Mitteln für die Umlandgemeinden zu bauen. O...
Die GRÜNEN im Rat der Stadt Göttingen widersprechen der Forderung des Landrats Schermann (CDU) und der SPD-Kreistagsfraktion die Südumgehung aus städtischen Mitteln für die Umlandgemeinden zu bauen. Offen bleibe zudem in der von Landrat Schermann erneut losgetretenen Diskussion, welche konkreten Entlastungen er sich für die Umlandgemeinden in Rosdorf, Gleichen und Friedland verspreche.
"Statt populäre Phrasen herauszuposaunen, sollte Schermann besser Fakten liefern", fordert die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Margit Göbel. "Eine Südumgehung nützt vielleicht dem Rosdorfer Gewerbegebiet, nicht jedoch der Göttinger Innenstadt", so Göbel.
Außerdem sei die Verkehrsschätzung von Schermann "völlig aus der Luft gegriffen". Schermann vertrat die Auffassung, man müsse nicht von den jüngst erhobenen 2.500 Fahrzeugen, sondern von 8250 umzuleitenden Fahrzeugen ausgehen.
"Schermann glaubt besser über die städtischen Verkehre Bescheid zu wissen als sein Kollege Danielowski", wundert sich Göbel. Die Diskrepanz zwischen den unterschiedli-chen Prognosen spreche für sich. Die GRÜNEN betonen, dass es nicht genüge ledig-lich Verkehre zu zählen, vielmehr müsse man die Ziele der Verkehrsteilnehmer berück-sichtigen. Fakt sei nun einmal, dass die meisten Verkehre in die Stadt wollen. "Da nützt auch eine Umgehungsstraße nichts und schon gar nicht der Gemeinde Friedland", so Göbel. Der Verkehr werde lediglich auf die westlichen Einfallsstraßen verlagert und die Verkehrsteilnehmer seien noch länger unterwegs als zum jetzigen Zeitpunkt prognosti-ziert Göbel. Die knappen städtischen Mittel sollten effektiver eingesetzt werden. Ange-sichts der völligen Überschuldung der Stadt müsse man sich endgültig von dem unsin-nigen Verkehrsprojekt "Südumgehung" verabschieden und nach vorne, in Richtung eines Umweltverbundes schauen.