Pressemeldung Nr. 276 vom

Keine weitere Zerfledderung der Hochschul- und Forschungslandschaft

„Stratmann setzt die von Prof. Hippler zu recht monierte Methode, Strukturpolitik aus Hochschulmitteln zu finanzieren, fort“, kritisiert die hochschulpolitische Sprecherin der grünen Fraktion, Gabriele Heinen-Kljajic.

Durch die jetzt vom Rektor der Universität Karlsruhe Horst Hippler geäußerte Kritik an der niedersächsischen Hochschulpolitik, die flächendeckend zu kleinen Universitätsgründungen geführt habe und damit die Entwicklung von Exzellenz behindert habe, sehen sich die Landtagsgrünen in ihrer Ablehnung des Standortes Goslar für das Energieforschungszentrum Niedersachsen EFZN bestätigt. "Stratmann setzt die von Prof. Hippler zu recht monierte Methode, Strukturpolitik aus Hochschulmitteln zu finanzieren, fort", kritisiert die hochschulpolitische Sprecherin der grünen Fraktion, Gabriele Heinen-Kljajic.

So richtig der Aufbau des EFZN auch sei, so problematisch sei es, die neue Forschungsstätte an einem neuen Standort zu etablieren. "Insgesamt werden nahezu 12 Millionen Euro für die Errichtung des EFZN ausgegeben, diese Gelder wären an einem der etablierten Hochschulstandorte besser investiert", so Heinen-Kljajic. Es sei vollkommen berechtigt, wenn Goslar als strukturschwache Region auf Hilfe aus Hannover setze. Es habe sich aber in der Vergangenheit gezeigt, dass Hochschulpolitik, die von regionalpolitischen Interessen geleitet sei, dem Land insgesamt schade und die Herausbildung von Exzellenz behindere. "Eine weitere Zerfledderung der Hochschul- und Forschungslandschaft in Niedersachsen darf es nicht geben", so Heinen-Kljajic abschließend.
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