Pressemeldung Nr. 129 vom

Ökosystem Ems wird „Luft zum Atmen genommen“:Keine weiteren Ausnahmegenehmigungen für Meyer-Werft

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, den vom Landkreis Emsland beantragten Sondergenehmigungen für die geplanten Schiffsüberführungen der Meyer-Werft im Herbst die Zustimmung zu verweigern.

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, den vom Landkreis Emsland beantragten Sondergenehmigungen für die geplanten Schiffsüberführungen der Meyer-Werft im Herbst die Zustimmung zu verweigern. Die Anträge auf Zulassung geringerer Sauerstoffwerte sowie die Vertiefung und Verbreiterung des Flusses machten deutlich, dass "an der Ems jedes Augenmass verloren gegangen ist", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Meyer (heute) in Hannover. Die laufenden Unterhaltungsmaßnahmen würden Millionen an Steuergeldern verschlingen und den Fluss zum reinen Industriekanal machen. "Die Grenzen des Wachstums für immer größere Schiffe sind längst überschritten. Das Ökosystem Ems wird gegen die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie permanent verschlechtert", sagte der Grünen-Politiker. Der Salzgehalt des Flusses sei bereits so hoch, dass den Landwirten an der Ems, die Entnahme als Tränkewasser fürs Vieh verboten ist.

Der Grünen-Politiker befürchtet zudem, dass die Inkaufnahme geringerer Sauerstoffwerte zu einem massiven Fischsterben in der Ems führen wird. Meyer: "Der Ems wird die Luft zum Atmen genommen. Die Landesregierung macht sich durch immer neue Ausnahmegenehmigungen zum Erfüllungsgehilfen eines Unternehmens und nimmt die weitere Zerstörung des geschützten Lebensraumes Ems billigend in Kauf".

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