Keine Weiteren Schäden durch Tagebau zu erwarten - Grüne informieren sich bei den Barbara-Rohstoffbetrieben

Zu einem Informationsgespräch trafen sich Ursula Helmhold, Landtagsabgeordnete aus Rinteln und Eva-Ute Tesssendorf, Vorsitzende des Stadtverbandes der Grünen in Bückeburg mit dem Geschäftsführer der B...

Zu einem Informationsgespräch trafen sich Ursula Helmhold, Landtagsabgeordnete aus Rinteln und Eva-Ute Tesssendorf, Vorsitzende des Stadtverbandes der Grünen in Bückeburg mit dem Geschäftsführer der Barbara Rohstoffbetriebe in Nammen, Martin Ziegler.
Die Politikerinnen informierten sich über die Folgen der betrieblichen Panne aus dem Jahre 2003, bei der 3 Monate lang Versatzstoffe ohne die Zugabe von Bindemitteln eingelagert wurden. Die Einlagerungen würden regelmäßig von den Aufsichtsbehörden überwacht – dies, so Helmhold, müsse engmaschig weitergeführt werden. Ziegler erläuterte, dass inzwischen Kontrollmechanismen aufgebaut worden seien, die zukünftig derartige Pannen verhindern sollen.
Ziegler informierte in dem Gespräch auch über den Stand an der Wülpker Egge, wo der Bergkamm auf einer Länge von 300 Metern abgebaut wird.
Wie viele Bergschützer schon geahnt hatten, kann der Betrieb durch den Bergrutsch zusätzliche 175000t im Tagebau abbauen.
Aber spätestens 2007 soll dies beendet sein und eine Renaturierung erfolgen. Eva-Ute Tessendorf begrüßte, dass für diese Planung ein runder Tisch eingerichtet wurde. Es bliebe allerdings dabei, dass hier Natur aus zweiter Hand entstehe, die niemals den ursprünglichen Zustand ersetzen könne. Vielleicht könne hier ein neues Kletterrevier für den Alpenverein entstehen, der den Verlust ihres Geländes auf der Südseite des Messingsberges beklagt.
Mit Blick auf den Messingsberg ergänzte Helmhold: "Hier ein Kammabtrag, dort ein Kammabrutsch und nachfolgender Kammabtrag – jetzt muss Schluss sein mit dem Raubbau an unseren Bergen. " Nach wie vor sei nicht nachzuvollziehen, warum Betreiber und Fachleute dort nach der Rutschung von einer vollkommenen Überraschung gesprochen hätten, zumal die Verhältnisse an Wülpker Egge und Messingsberg vergleichbar seien.
Mit Blick auf den geplanten unterirdischen Abbau am Papenbrink betonte Helmhold, dass man die zukünftige Verkehrsbelastung in Todenmann sehr genau beobachten werde. Die geplanten durchschnittlich 2 LKW pro Stunde seien das äußerste, was man dem Fremdenverkehrsort Todenmann zumuten dürfe.
Zum Abschluss des Gesprächs sprach Helmhold die Tatsache an, dass die Barbara, obwohl sie 42 MitarbeiterInnen beschäftigt, nicht ausbildet. "Ein Betrieb dieser Größenordnung sollte hier seiner gesellschaftlichen und regionalen Verpflichtung nachkommen", betonte die Abgeordnete. Ziegler versprach, nachdem jetzt gewisse Umorganisationsprozesse im Unternehmen abgeschlossen seien, für das nächste Ausbildungsjahr dieses Thema anzugehen.
Als Anlage ein Foto von dem Gesprächstermin

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