GRÜNE fordern Verschiebung der Schulzeitverkürzung zugunsten mehr individueller Förderung:Klassenfrequenzen nach Schulreform drastisch gestiegen

Die Landtagsgrünen haben die aus der Schulstrukturreform resultierende Erhöhung der Klassenfrequenzen in den 5. und 6. Klassen kritisiert. Aus der Antwort des Kultusministers auf eine Anfrage der Grün...

Die Landtagsgrünen haben die aus der Schulstrukturreform resultierende Erhöhung der Klassenfrequenzen in den 5. und 6. Klassen kritisiert. Aus der Antwort des Kultusministers auf eine Anfrage der Grünen wurde jetzt bekannt, dass vor allem in den Eingangsklassen der Gymnasien die Klassenfrequenzen mit 29,2 drastisch höher seien als zuvor in den Orientierungsstufen, wo der Durchschnitt bei 24,4 Kindern pro Klasse gelegen hatte. "Die Klassen werden rappelvoll. Moderne, differenzierende Unterrichtsformen sind dann kaum mehr möglich. Die notwendige indviduelle Förderung der Kinder findet nicht statt", sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter am Donnerstag in Hannover.

Sowohl die überfüllten Klassen als auch die wegen der Schulzeitverkürzung erhöhte wöchentliche Arbeitsbelastung würde die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien gleich doppelt belasten. Korter: "Der Ehrgeiz des Kultusministers geht voll auf Kosten der Kinder."

Die Landesregierung müsse deutlich andere Prioritäten in der Schulpolitik setzen, forderte die Grünen-Politikerin. "Für die individuelle Förderung und kleinere Klassen müssen mehr Lehrkräfte zur Verfügung gestellt werden. Dafür sollte die Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre, die in der Übergangszeit bis zu 1.000 zusätzliche Lehrkräfte erfordert, aufgeschoben werden, bis sie bei zurückgehenden Schülerzahlen besser zu bewältigen ist", sagte Korter.

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